Die Linken
die Bundesrepublik Deutschland rühmt sich ein demokratisches Land zu sein. Dieses Land erfüllt alle Kriterien die den Begriff "demokratisch" umfassen. (Wirklich?)
Dennoch habe ich sehr häufig das Gefühl in einem Staat von Kleingeistern zu leben. Ich beziehe mich in erster Linie auf die Art und Weise wie wir unsere demokratisch gewählten Parteien einordnen. Unter ihnen befinden sich immer Parteien, die von den großen Parteien bildlich gesehen nur mit der Kneiftzange angefasst werden.
Die Situation wie die einzelnen Parteien miteinander umgehen erinnert mich ein wenig an "Brehms Tierleben".
Wenn zum Beispiel in eine geschlossene Gemeinschaft von Elefanten im zoologischen Garten ein neues Mitglied eingeschleust wird, geht sofort die Rangelei los und der neu Hinzugekommene muss sich einiges gefallen lassen, wobei man erkennen kann, das sogar diejenigen aus der Gruppe, die sich vorher nicht grün waren, gemeinsam gegen den Neuen Vorgehen. Es dauert einige Zeit bis wieder ein neues Gruppengleichgewicht hergestellt wird, nachdem klargestellt wurde, wer welchen Rang übernehmen soll.
Nun habe ich immer gedacht, dass die Spezies Mensch sich weiter entwickelt hat als die Tiere und das sie gelernt hat unter gleichberechtigten tolerant und respektvoll miteinander umzugehen.
Ich greife einmal das Beispiel heraus, wie die etablierten Parteien mit denen umgehen, die nach der Wende in das Parteispektrum der Bundesrepublik eingedrungen sind. Die jetzigen Linken.
Bevor ich mich weiter äußere möchte ich klarstellen, dass ich weder ein Mitglied der Linken bin, noch die Linken gewählt habe. Ich versuche hier lediglich eine Einschätzung der Situation. Die Linken sind nun einmal da, ja sie sind in manchen Bundesländern erstaunlich stark vertreten. Sie haben einen großen Fehler, sie haben sich aus der ehemaligen SED eines totalitären Staates in eine demokratisch gewählte Partei entwickelt. Hierbei muss man einmal das Wort entwickelt positiv bewerten, denn sie erfüllen alle Kriterien, die das Gesetz von ihnen verlangt, so dass sie eine vom Bundeswahlleiter zugelassene Partei sind. Nur weil sie in manchen Dingen einen relativ extremen Standpunkt vertreten, haben wir nicht das Recht zu pauschalieren und ständig ihre Entwicklung aus einer Diktatur in die Demokratie als unglaubwürdig und anrüchig darzustellen. Jeder Mensch hat ein Recht darauf sich zu ändern und die Wähler einer Partei haben ein Recht darauf ernst genommen zu werden und respektiert zu werden, solange sie unter den Bedingungen der Demokratie sich nichts zu Schulden kommen lassen. (Ich erinnere an dieser Stelle an den Spruch von Konrad Adenauer: Was schert mich mein Geschwätz von gestern)
Es ist ein demokratisch unwürdiges Schauspiel 100000 de von Wählern in ihrer Aufrichtigkeit infrage zu stellen.
Es ist leider eine traurige Wahrheit, dass die Linken den Sozialdemokraten teilweise das Heft aus der Hand genommen haben, weil manche ihrer Programmpunkte den Sozialdemokraten seit ihrer Gründungszeit abhanden gekommen sind.
Die Sozialdemokraten können und wollen nicht einsehen, dass sie in ihrer Existenz bedroht sind, wenn sie weiterhin ein Zusammenarbeiten mit der Linken ablehnen. Es wäre ein leichtes die Linken auf ihre Glaubhaftigkeit hin zu testen, wenn man sie in eine Koalition einbinden würde. Dann müssen sie realistische Regierungsarbeit leisten und Farbe bekennen und beweisen, ob sie als Partei politisch handlungsfähig sind oder nicht. Aber diese Chance hat die SPD verpasst. Dass ein solches Zusammengehen funktionieren könnte beweisen CDU und CSU seit Jahrzehnten. Beide stellen sich auf der einen Seite als eigenständige Parteien dar, kämpfen aber stets gemeinsam und geschlossen als eine Partei. Warum sollte das bei den Linken und der SPD nicht auch funktionieren.
Dann hätten wir wenigstens ein handlungsfähiges Gegengewicht in der Parteienlandschaft.
Grundsätzlich befürchte ich, dass bei einem Zusammengehen von CDU, CSU und FDP die sozialen Aspekte der Gesellschaft zu kurz kommen.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Samstag, 29. August 2009
Wahlgeplänkel
Die Politiker nutzen die Möglichkeit schwierige Situationen mit schönen Reden zu lösen und machen gleichzeitig unmögliche Versprechen, für deren Nichteinlösung sie höchst selten zur Rechenschaft gezogen werden.
Wahlgeplänkel
Da es so viele Definitionen und Erklärungen des Begriffes "Politik" gibt, bleibt mir nichts anderes übrig, als nach einer eigenen Definition zu suchen und komme zu dem Schluss das:
Mithilfe Der Politik die demokratisch gewählten Parteien unter Einsatz der ihnen von den Wählern gegebenen Machtmittel den Staat vor der Gefährdung von außen und innen schützen sollen. Sie sollen die innere Gerechtigkeit der gesellschaftlichen Strukturen herstellen, befrieden und erhalten und dafür sorgen, dass keiner seiner Bürger ein menschenunwürdiges Leben erdulden und führen muss. Der Staat sollte alle Mittel einsetzen um das allgemeine Wohl seiner Bürger zu erhalten und zu fördern. Der Staat sollte die Freiheit der Entfaltung begrenzen, wenn sie auf Kosten Dritter geht.
Zurzeit ist Wahlkampf. In solchen Zeiten wird sehr gerne das Wort "Friede" in den Mund genommen und gleichzeitig spricht man von "Wahlkampf". Und etwas anderes ist es wohl auch nicht. Ich sehe nur, wie die Parteien versuchen sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen, ihre gegnerischen Kandidaten in ein schlechtes Licht zu setzen.
Es werden Versprechungen gemacht, die Worthülsen gleichen und sehr oft verantwortungslos sind, weil sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht durchführbar sind.
Indem man anderen den unredlichen Umgang mit Steuergeldern unterstellt, will man die eigene Redlichkeit herausstellen, um dann am Ende wieder von der Gegenpartei bei einer anderen finanziellen Fragwürdigkeit ertappt zu werden. Interessant ist auch, dass man die Gegenpartei zum Gegner erklärt. Am Ende erklären alle einander zum Gegner und ich frage mich als Wähler, wie soll bei solcher Gegnerschaft etwas Gutes für den Staat herauskommen. Einer kann doch nur den Schlüssel der Weisen haben. Oder sollten sie alle Recht haben?
Was die Parteien wirklich wollen und was sie wirklich können, dass erfahre ich nicht. Jeder will mein Wohl auf eine andere Weise erreichen und das verwirrt mich natürlich. Jeder behauptet von sich den Schlüssel der Weisheit in der Tasche zu haben. Wenn einer irrt, dann sind es auf jeden Fall die anderen. Und wenn dann Wahl gewesen ist, zählen nur noch die Mehrheiten und am Ende sind diejenigen, die die" einzige Wahrheit" vertreten gezwungen sich mit denen zusammenzutun die sie selbst vorher als inkompetent bezeichnet haben. So vereinigt sich die Weisheit mit Dummheit und das Ergebnis ist Mittelmäßigkeit. Das ist wahrscheinlich die einzige Regierungsform die wir verdienen: Mittelmäßigkeit.
Eine Regierung deren Kräfte gebunden sind durch Mittelmäßigkeit. Wo bleibt der Politiker, der von seinen Zielen, die Richtigkeit seiner Unternehmungen so sehr überzeugt ist, dass er es wagt zu versagen?
Davor schützt nur eines: Mittelmäßigkeit. Da hat man die größte Garantie wieder gewählt zu werden.
Als ob es nur darauf ankommt gewählt zu werden?
Wahlgeplänkel
Da es so viele Definitionen und Erklärungen des Begriffes "Politik" gibt, bleibt mir nichts anderes übrig, als nach einer eigenen Definition zu suchen und komme zu dem Schluss das:
Mithilfe Der Politik die demokratisch gewählten Parteien unter Einsatz der ihnen von den Wählern gegebenen Machtmittel den Staat vor der Gefährdung von außen und innen schützen sollen. Sie sollen die innere Gerechtigkeit der gesellschaftlichen Strukturen herstellen, befrieden und erhalten und dafür sorgen, dass keiner seiner Bürger ein menschenunwürdiges Leben erdulden und führen muss. Der Staat sollte alle Mittel einsetzen um das allgemeine Wohl seiner Bürger zu erhalten und zu fördern. Der Staat sollte die Freiheit der Entfaltung begrenzen, wenn sie auf Kosten Dritter geht.
Zurzeit ist Wahlkampf. In solchen Zeiten wird sehr gerne das Wort "Friede" in den Mund genommen und gleichzeitig spricht man von "Wahlkampf". Und etwas anderes ist es wohl auch nicht. Ich sehe nur, wie die Parteien versuchen sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen, ihre gegnerischen Kandidaten in ein schlechtes Licht zu setzen.
Es werden Versprechungen gemacht, die Worthülsen gleichen und sehr oft verantwortungslos sind, weil sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht durchführbar sind.
Indem man anderen den unredlichen Umgang mit Steuergeldern unterstellt, will man die eigene Redlichkeit herausstellen, um dann am Ende wieder von der Gegenpartei bei einer anderen finanziellen Fragwürdigkeit ertappt zu werden. Interessant ist auch, dass man die Gegenpartei zum Gegner erklärt. Am Ende erklären alle einander zum Gegner und ich frage mich als Wähler, wie soll bei solcher Gegnerschaft etwas Gutes für den Staat herauskommen. Einer kann doch nur den Schlüssel der Weisen haben. Oder sollten sie alle Recht haben?
Was die Parteien wirklich wollen und was sie wirklich können, dass erfahre ich nicht. Jeder will mein Wohl auf eine andere Weise erreichen und das verwirrt mich natürlich. Jeder behauptet von sich den Schlüssel der Weisheit in der Tasche zu haben. Wenn einer irrt, dann sind es auf jeden Fall die anderen. Und wenn dann Wahl gewesen ist, zählen nur noch die Mehrheiten und am Ende sind diejenigen, die die" einzige Wahrheit" vertreten gezwungen sich mit denen zusammenzutun die sie selbst vorher als inkompetent bezeichnet haben. So vereinigt sich die Weisheit mit Dummheit und das Ergebnis ist Mittelmäßigkeit. Das ist wahrscheinlich die einzige Regierungsform die wir verdienen: Mittelmäßigkeit.
Eine Regierung deren Kräfte gebunden sind durch Mittelmäßigkeit. Wo bleibt der Politiker, der von seinen Zielen, die Richtigkeit seiner Unternehmungen so sehr überzeugt ist, dass er es wagt zu versagen?
Davor schützt nur eines: Mittelmäßigkeit. Da hat man die größte Garantie wieder gewählt zu werden.
Als ob es nur darauf ankommt gewählt zu werden?
Mittwoch, 5. August 2009
und nun ich
Vor einiger Zeit las ich im Buch "Wer bin ich" von Richard David Precht einige philosophische Betrachtungen über den Begriff ICH. Bei aller Liebe zur Philosophie finde ich solche Analysen sehr akademisch. Es reizte mich aber, auch meinen "Senf" dazu zu geben:
Und jetzt ich:
Da streiten sich die Psychologen und die Philosophen die Mediziner über den Begriff des "ICH".
ICH frage mich, geht es hier um Rechthaberei, um Wissenschaft oder um die absolute Wahrheit. Warum müssen wir eigentlich in unserem ständigen Streben nach Tiefsinnigkeit solche Betrachtungen anstellen?
Es kann doch keine Zweifel daran geben, wenn jemand sagt: Hier bin ICH, dass wir dann wissen, was er damit sagen will. Er, die Person X. deren Gesicht identisch ist mit dem, was auf dem Dokument seines Ausweises abgelichtet ist, den wir kennen oder nicht, erscheint vor uns, wir machen uns ein Bild von ihm, sein Aussehen bleibt in unserem Gedächtnis, wir erinnern uns an seinen Körper an seine Größe, an seiner Haltung an die Art wie er geht, an seine Stimme, seine Eigenheiten und wenn wir ihn wieder einmal sehen, dann sagen wir; da ist er. Er, der sich vorgestellt hat mit dem Satz hier bin ICH.
Wir wissen jetzt um seine Identität. Aber das ist natürlich nur das äußere seiner ICH-Form. Es ist sozusagen der Buchumschlag, der einem Buch zugeordnet ist und der daher natürlich immer das gleiche Aussehen hat. Wenn wir es sehen, wissen wir genau, das ist das Buch so und so. Nun hat aber ein Buch den großen Vorteil, wir können es aufschlagen und in ihm lesen und erfahren von seinem Inhalt. Die Person aber, die sich bei mir vorgestellt hat mit dem Satz das bin ICH, hier bin ICH entscheidet selbst ob sie mich in ihrem Buch lesen lässt oder nicht. Sie kann auch ihren Text ständig ändern und sich mir ständig anders darstellen, das heißt also, es ist nicht so einfach die Person am Inhalt wieder zuerkennen, das heißt, dass es mit dem herstellen der Identität nicht so einfach ist. Ganz besonders aber, wenn die Person sich völlig anders kleidet, sich eine andere Frisur zulegt oder sich sogar einer Gesichtsoperation unterzieht. Wenn sie dann noch ihre Stimme verstellt und plötzlich völlig andere Überzeugungen und Meinungen von sich gibt, werden wir natürlich Schwierigkeiten haben hier das alte ICH zu erkennen, dass sich uns einmal vorgestellt hat. Also, haben die Philosophen recht, wenn sie feststellen, dass wir Schwierigkeiten haben mit dem Begriff des ICH?
ICH meine, wir sind in diesem Punkt ein ganzes Stück vorangekommen; denn wenn das Wesen, das sich uns einst mit dem Satz hier bin ICH vorgestellt hat sofort das Blut abgenommen bekommt, wären wir in der Lage seinen genetischen Code zu dokumentieren und damit könnten wir dann jederzeit das alte ICH wieder erkennen.
Soweit meine Betrachtung über eine Person außerhalb meines Körpers.
Wie aber sieht es um mein eigenes ICH aus? ICH denke, dass sich das leicht klären lässt, natürlich bis auf eine Ausnahmesituation. Davon später. ICH erkenne mich ständig selbst durch mein Bewusstsein. Wenn ICH morgens aufwachen, weiß ICH, wer ICH bin. ICH weiß genau dass ich derselbe Mensch bin, der am Morgen zuvor auch aufgewacht ist. Und am Tage zuvor, und den Tag davor usw. Wenn ICH mich jeden Morgen im Spiegel betrachte, erkenne ICH sofort, das ICH dort das ICH von gestern sehe , und von vorgestern usw. usw. ICH kann mich an meine Vergangenheit mehr oder weniger erinnern und kann Tatsache und Ereignisse zu ordnen, die so insgesamt nur ICH erlebt haben kann. Bis zu dem Zeitpunkt an dem ICH durch irgendeinen unglücklichen Zufall mein Gedächtnis verloren habe; aber ICH bin dann immer noch ICH, auch wenn ICH es nicht weiß, mein genetischer Code ist derselbe geblieben. Das ICH ist unzertrennlich, es besteht aus Körper und Geist, das heißt dass ICH spielt sich nicht nur in unserem Gehirn ab sondern da das Gehirn vom Körper versorgt wird, ist das ICH ein ganzes Unzertrennliches.
Soweit, so gut, jetzt ist mir nur noch ein Begriff im Wege, wo lass ich die Seele? Sie ist irgendwo im ICH versteckt! Ich denke mir, man hat sie aus dem ICH herausgelöst und das ist nach meiner Meinung nicht richtig; die Seele ist Körper und Geist an sich, sie ist eigentlich nichts anderes als ein anderer Ausdruck für ICH. Wenn ich sterbe, gibt es kein ICH mehr und somit auch keine Seele. Die Elemente meines Körpers lösen sich auf und werden eins mit dem Universum. Da ist dann auch meine Seele!!
Und jetzt ich:
Da streiten sich die Psychologen und die Philosophen die Mediziner über den Begriff des "ICH".
ICH frage mich, geht es hier um Rechthaberei, um Wissenschaft oder um die absolute Wahrheit. Warum müssen wir eigentlich in unserem ständigen Streben nach Tiefsinnigkeit solche Betrachtungen anstellen?
Es kann doch keine Zweifel daran geben, wenn jemand sagt: Hier bin ICH, dass wir dann wissen, was er damit sagen will. Er, die Person X. deren Gesicht identisch ist mit dem, was auf dem Dokument seines Ausweises abgelichtet ist, den wir kennen oder nicht, erscheint vor uns, wir machen uns ein Bild von ihm, sein Aussehen bleibt in unserem Gedächtnis, wir erinnern uns an seinen Körper an seine Größe, an seiner Haltung an die Art wie er geht, an seine Stimme, seine Eigenheiten und wenn wir ihn wieder einmal sehen, dann sagen wir; da ist er. Er, der sich vorgestellt hat mit dem Satz hier bin ICH.
Wir wissen jetzt um seine Identität. Aber das ist natürlich nur das äußere seiner ICH-Form. Es ist sozusagen der Buchumschlag, der einem Buch zugeordnet ist und der daher natürlich immer das gleiche Aussehen hat. Wenn wir es sehen, wissen wir genau, das ist das Buch so und so. Nun hat aber ein Buch den großen Vorteil, wir können es aufschlagen und in ihm lesen und erfahren von seinem Inhalt. Die Person aber, die sich bei mir vorgestellt hat mit dem Satz das bin ICH, hier bin ICH entscheidet selbst ob sie mich in ihrem Buch lesen lässt oder nicht. Sie kann auch ihren Text ständig ändern und sich mir ständig anders darstellen, das heißt also, es ist nicht so einfach die Person am Inhalt wieder zuerkennen, das heißt, dass es mit dem herstellen der Identität nicht so einfach ist. Ganz besonders aber, wenn die Person sich völlig anders kleidet, sich eine andere Frisur zulegt oder sich sogar einer Gesichtsoperation unterzieht. Wenn sie dann noch ihre Stimme verstellt und plötzlich völlig andere Überzeugungen und Meinungen von sich gibt, werden wir natürlich Schwierigkeiten haben hier das alte ICH zu erkennen, dass sich uns einmal vorgestellt hat. Also, haben die Philosophen recht, wenn sie feststellen, dass wir Schwierigkeiten haben mit dem Begriff des ICH?
ICH meine, wir sind in diesem Punkt ein ganzes Stück vorangekommen; denn wenn das Wesen, das sich uns einst mit dem Satz hier bin ICH vorgestellt hat sofort das Blut abgenommen bekommt, wären wir in der Lage seinen genetischen Code zu dokumentieren und damit könnten wir dann jederzeit das alte ICH wieder erkennen.
Soweit meine Betrachtung über eine Person außerhalb meines Körpers.
Wie aber sieht es um mein eigenes ICH aus? ICH denke, dass sich das leicht klären lässt, natürlich bis auf eine Ausnahmesituation. Davon später. ICH erkenne mich ständig selbst durch mein Bewusstsein. Wenn ICH morgens aufwachen, weiß ICH, wer ICH bin. ICH weiß genau dass ich derselbe Mensch bin, der am Morgen zuvor auch aufgewacht ist. Und am Tage zuvor, und den Tag davor usw. Wenn ICH mich jeden Morgen im Spiegel betrachte, erkenne ICH sofort, das ICH dort das ICH von gestern sehe , und von vorgestern usw. usw. ICH kann mich an meine Vergangenheit mehr oder weniger erinnern und kann Tatsache und Ereignisse zu ordnen, die so insgesamt nur ICH erlebt haben kann. Bis zu dem Zeitpunkt an dem ICH durch irgendeinen unglücklichen Zufall mein Gedächtnis verloren habe; aber ICH bin dann immer noch ICH, auch wenn ICH es nicht weiß, mein genetischer Code ist derselbe geblieben. Das ICH ist unzertrennlich, es besteht aus Körper und Geist, das heißt dass ICH spielt sich nicht nur in unserem Gehirn ab sondern da das Gehirn vom Körper versorgt wird, ist das ICH ein ganzes Unzertrennliches.
Soweit, so gut, jetzt ist mir nur noch ein Begriff im Wege, wo lass ich die Seele? Sie ist irgendwo im ICH versteckt! Ich denke mir, man hat sie aus dem ICH herausgelöst und das ist nach meiner Meinung nicht richtig; die Seele ist Körper und Geist an sich, sie ist eigentlich nichts anderes als ein anderer Ausdruck für ICH. Wenn ich sterbe, gibt es kein ICH mehr und somit auch keine Seele. Die Elemente meines Körpers lösen sich auf und werden eins mit dem Universum. Da ist dann auch meine Seele!!
Dienstag, 7. Juli 2009
Der Massemensch
Ein ganzes Leben habe ich optimistisch geglaubt, daß es möglich ist, dass die menschliche Rasse sich zum Positiven verändert. Die Erfahrungen eines kurzen Lebens haben mir aber gezeigt, dass es nicht möglich ist.
Es ist durchaus nicht so, dass der Gesellschaft positive und richtunggebende Impulse fehlen. Sei es nun aus Richtung Religion oder Philosophie. Beide Richtungen beispielsweise setzen ihre Ziele meistens viel zu hoch. Sie kommen aber bei der Masse nicht an; die Masse entlarvt sie als Utopie. Sie ist ungeduldig und erwartet kurzfristige, schnelle Lösungen. Sie ist ungeduldig, mit dem Wissen des endlichen Lebens will sie Lösungen, die jetzt realisierbar sind, auch wenn sie damit langfristig bessere Lösung blockiert. Und damit ist sie grundsätzlich leicht verführbar, von denen die ihr lauthals schnelle Lösungen versprechen und sie vielleicht sogar mit Gewalt durchsetzen wollen. Die Masse ist vor Natur aus primitiv. Ich habe diese Behauptung ständig vermieden, weil ich der Meinung bin, sie ist überheblich. Wenngleich sie auch nach jetziger Meinung immer noch überheblich ist, so ist sie aber leider durch Erfahrung bestätigt.
Obwohl der Durchschnitt der Masse nicht dumm ist, so fehlt ihm aber die Fähigkeit eine eigene Meinung zu entwickeln und darauf zu beharren oder ihr zu vertrauen. Auch wenn der Massemensch, wie ich ihn jetzt einmal nennen möchte, eine andere Meinung hat, die aus der Meinung der Masse herausragt, ist er nicht bereit, dafür gerade zu stehen und seine Meinung zu verteidigen. Im Gegenteil, wenn er merkt, dass die ihn umgebende Mehrheit eine andere Meinung hat, so kann er dem Druck der anderen Meinung nicht standhalten und übernimmt sie fast unbewußt. Er verdrängt dabei seine eigene Meinung, und geht sogar soweit sich mit der anderen Meinung zu identifizieren. Das Bestreben des Massemenschen ist es, unbedingt unauffällig in der Masse zu existieren. Er empfindet, daß er sich mit dem Herausragen aus der Masse exponiert und sich somit angreifbar macht oder sich einer, wie auch immer gearteten, Gefahr aussetzt. Der Massemensch ist also auf keinen Fall risikobereit. Seine Lebensmaxime ist es, unauffällig im Strom der Masse jede Chance zu nutzen, sich in der Masse nach vorn zu arbeiten. Er tut es sozusagen in geduckter Haltung und achtet darauf, dass möglichst niemand sein Streben nach vorn bemerkt.
Andererseits aber erliegt er sehr schnell der Überzeugungskraft von Menschen, von denen er grundsätzlich annimmt das sie ihm überlegen sind. Wenn er dann um sich herum beobachtet, dass auch die Mehrheit einen solchen Menschen akzeptiert, gerät er in eine Situation der Resonanz. In diesem Fall kommt es zu einer eigentümlichen Erscheinung; dieser Mensch, der ständig versucht hat unauffällig im Strom der Masse mit zu schwimmen, fühlt sich jetzt so sehr bestätigt, dass er sich aus seiner geduckten Situation herauswagt und den ständig unterdrückten und kontrollierten Gefühlen freien Lauf lässt. Hier erklärt sich auch die erstaunliche, Impulsartig ausbrechende Gewaltbereitschaft und Brutalität von Menschen, die bis dahin unauffällig in der Masse verharrten.
Grundsätzlich aber hat er sich nicht geändert. Da er handelt wie die ihn umgebende Masse, ist er auch nicht aggressiv und brutal, weil es seine Art ist, sondern weil die Masse gleich ihm handelt, und er nicht auffallen will. Sein natürliches Rechtsempfinden wird durch die Handlungen der Mehrheit unterdrückt. Er ist nicht grausam und brutal von Natur aus, sondern, weil er sich anpasst und nicht auffallen will. In seinem Verhalten ist er eine Weide in Wind.
Wäre die Masse um ihn herum Lammfromm, er wäre es auch mit großer Überzeugung. Es ist seine Art das Leben zu meistern, wenn man die Geschichte verfolgt, sehr erfolgreich.
Es ist durchaus nicht so, dass der Gesellschaft positive und richtunggebende Impulse fehlen. Sei es nun aus Richtung Religion oder Philosophie. Beide Richtungen beispielsweise setzen ihre Ziele meistens viel zu hoch. Sie kommen aber bei der Masse nicht an; die Masse entlarvt sie als Utopie. Sie ist ungeduldig und erwartet kurzfristige, schnelle Lösungen. Sie ist ungeduldig, mit dem Wissen des endlichen Lebens will sie Lösungen, die jetzt realisierbar sind, auch wenn sie damit langfristig bessere Lösung blockiert. Und damit ist sie grundsätzlich leicht verführbar, von denen die ihr lauthals schnelle Lösungen versprechen und sie vielleicht sogar mit Gewalt durchsetzen wollen. Die Masse ist vor Natur aus primitiv. Ich habe diese Behauptung ständig vermieden, weil ich der Meinung bin, sie ist überheblich. Wenngleich sie auch nach jetziger Meinung immer noch überheblich ist, so ist sie aber leider durch Erfahrung bestätigt.
Obwohl der Durchschnitt der Masse nicht dumm ist, so fehlt ihm aber die Fähigkeit eine eigene Meinung zu entwickeln und darauf zu beharren oder ihr zu vertrauen. Auch wenn der Massemensch, wie ich ihn jetzt einmal nennen möchte, eine andere Meinung hat, die aus der Meinung der Masse herausragt, ist er nicht bereit, dafür gerade zu stehen und seine Meinung zu verteidigen. Im Gegenteil, wenn er merkt, dass die ihn umgebende Mehrheit eine andere Meinung hat, so kann er dem Druck der anderen Meinung nicht standhalten und übernimmt sie fast unbewußt. Er verdrängt dabei seine eigene Meinung, und geht sogar soweit sich mit der anderen Meinung zu identifizieren. Das Bestreben des Massemenschen ist es, unbedingt unauffällig in der Masse zu existieren. Er empfindet, daß er sich mit dem Herausragen aus der Masse exponiert und sich somit angreifbar macht oder sich einer, wie auch immer gearteten, Gefahr aussetzt. Der Massemensch ist also auf keinen Fall risikobereit. Seine Lebensmaxime ist es, unauffällig im Strom der Masse jede Chance zu nutzen, sich in der Masse nach vorn zu arbeiten. Er tut es sozusagen in geduckter Haltung und achtet darauf, dass möglichst niemand sein Streben nach vorn bemerkt.
Andererseits aber erliegt er sehr schnell der Überzeugungskraft von Menschen, von denen er grundsätzlich annimmt das sie ihm überlegen sind. Wenn er dann um sich herum beobachtet, dass auch die Mehrheit einen solchen Menschen akzeptiert, gerät er in eine Situation der Resonanz. In diesem Fall kommt es zu einer eigentümlichen Erscheinung; dieser Mensch, der ständig versucht hat unauffällig im Strom der Masse mit zu schwimmen, fühlt sich jetzt so sehr bestätigt, dass er sich aus seiner geduckten Situation herauswagt und den ständig unterdrückten und kontrollierten Gefühlen freien Lauf lässt. Hier erklärt sich auch die erstaunliche, Impulsartig ausbrechende Gewaltbereitschaft und Brutalität von Menschen, die bis dahin unauffällig in der Masse verharrten.
Grundsätzlich aber hat er sich nicht geändert. Da er handelt wie die ihn umgebende Masse, ist er auch nicht aggressiv und brutal, weil es seine Art ist, sondern weil die Masse gleich ihm handelt, und er nicht auffallen will. Sein natürliches Rechtsempfinden wird durch die Handlungen der Mehrheit unterdrückt. Er ist nicht grausam und brutal von Natur aus, sondern, weil er sich anpasst und nicht auffallen will. In seinem Verhalten ist er eine Weide in Wind.
Wäre die Masse um ihn herum Lammfromm, er wäre es auch mit großer Überzeugung. Es ist seine Art das Leben zu meistern, wenn man die Geschichte verfolgt, sehr erfolgreich.
Freitag, 20. März 2009
Der Amoklauf von Winnenden
Ein 17 jähriger läuft Amok und tötet 15 Menschen. Wir versuchen das mit unserem Vorstand zu begreifen. Unmöglich. Die quälende Frage, warum tut jemand so etwas? Einer Geisel gegenüber behauptet er: " Weil es Spaß macht!"
Auch die Psychologen können die Frage nicht beantworten, oder zumindest sind ihre Antworten nicht befriedigend und da ist es natürlich erlaubt auch für den Laien zu spekulieren. Wo können die Ursachen liegen?
Erstes Problem, der Autor ist 79 Jahre alt. Was versteht er von der heutigen Jugend?
Lassen wir das einmal beiseite. Ich versuche mich in diesen Jugendlichen unserer Tage hinein zu versetzen. Er lebt, wie man das so vermuten darf, in einem gut situierten Elternhaus, der Vater ein Waffenliebhaber, lässt seine Beretta auf dem Nachttisch im Schlafzimmer liegen. Ist im Schützen Club.
Die erste Frage, die immer wieder auftaucht, sitzt er viel am Computer und spielt die berühmten Killerspiele? Ja, das tut er.
Aber, ist es zwingend, dass ihn das in die Verzweiflungstat treibt?
Kann es sein, dass ihn, den siebzehnjährigen, der noch in der Ausbildung ist, das politische Umfeld, die gesamte wirtschaftliche Lage und speziell auch unserer Nation, die nicht gerade rosige Zukunft, der er als Jugendlicher entgegensieht, dass ihn das in die Depression treibt zu einer entsetzlichen Verzweiflungstat?
Ich vermute, dass er viel zu egoistisch war um solche Dinge, die doch relativ weit von seiner privaten Sphäre entfernt sich abspielen, zum Anlass zu nehmen, um auszurasten. Meine Vermutung geht eher dahin, dass jungen Menschen die ganz persönlichen, nahe stehenden, sie direkt betreffenden Situationen und Ereignisse weitaus eher unter die Haut gehen. Sie können sie dazu bringen, sich selbst isoliert in dieser Welt zu sehen. Das Geheimnis wird wohl in ihrem persönlichen Ansprüchen und wünschen und Erwartungen, die sie an ihr Leben haben, liegen.
Motive die oft so einfach sind, die sie aber nicht in der Lage sind zu formulieren, weil ihr Umfeld daran kein Interesse hat oder nicht merkt, dass ein Bedürfnis besteht. Ich denke daran, dass sie oft Probleme haben echte Freundschaften zu schließen, dass sie sich in ihrem Altersgruppenkreis als Außenseiter sehen, der nicht anerkannt wird, der nicht verstanden wird, dem sie sich nicht zu erwehren wissen, der sie verspottet, oder lächerlich macht. Dass sie ein stilles Bedürfnis nach Liebe haben, dass sie bei Mädchen, Frauen nicht ankommen, da sie nicht wissen wie sie sich geben sollen, da sie nicht in der Lage sind die Aufmerksamkeit und das Interesse des weiblichen Geschlechtes auf sich zu lenken und darin ein ganz persönliches Versagen sehen. Sie wissen im tiefsten Innern, dass eine weibliche Partnerschaft ihrem Leben erst einen Sinn gibt, können das nicht formulieren, wagen auch nicht es zu formulieren, weil sie dann in ihrer Umgebung als Versager gesehen werden.
Kurz gesagt, dieser junge Mensch sah sich vermutlich nicht in der Lage in seinem ganz persönlichen Lebensumfeld Tritt zu fassen und kam sich überflüssig vor, nicht gebraucht, nicht verstanden. Er empfand, dass er all die Dinge nicht erreichen kann, die Dreh und Angelpunkt seines Lebens sein müssten. Er sieht keine Möglichkeit das Problem zu lösen. Sein Leben scheint ihm absolut sinnlos. Er will sich umbringen, sich selbst von der Qual befreien, die diese Demütigungen ihm machen.
Er könnte sich im stillen Kämmerlein umbringen. Das aber kann ihn nicht befriedigen. Er will sich umbringen und gleichzeitig ein Zeichen setzen, will der Gesellschaft etwas zu denken geben, ihr zeigen, dass sie schuld daran ist. Der Gedanke daran ist für ihn eine Befriedigung.
Vielleicht aber fehlte der Mut, sich umzubringen. Der Druck ist nicht ausreichend groß genug. Er setzt sich unter Zugzwang. Er wählt unbewusst einen Umweg, in dem er Unschuldige umbringt, eine Tat, aus der er nur den einen Ausweg sieht, sich selbst umzubringen. Da er sowieso aus dem Leben geht, existiert diese Welt danach nicht mehr für ihn und deshalb ist es ohne Bedeutung, wie viele Menschen er mit in den Tod reißt.
Aber das Umfeld in dem er diese Menschen sucht, soll Hinweis darauf sein in welchem Umfeld er die größten Demütigungen erfahren hat. Dieser junge Mann hat von Anfang an gewusst, dass sein Amoklauf mit seinem Tod enden muss. Er hat kein Mitleid gegen sich, warum sollte er Mitleid gegen andere haben. Es ist völlig gleichgültig für ihn, wen er erschießt und wie viele, aber jede einzelne Person soll die Gesellschaft anklagen und die Intensität seines Schmerzes verdeutlichen.
An dieser Stelle kommen dann vielleicht auch die so genannten Killerspiele wieder ins Gespräch. Sie produzieren eine Gefühlslosigkeit, Anteilnahmslosigkeit, Stummpfheit, die durch die vielen am Computer produzierten virtuellen Morde entstehen kann. Natürlich wissen die meisten Jugendlichen das virtuelle Geschehen am Computer und die Wirklichkeit auseinander zu halten, aber bei diesem Amokläufer sind virtuelle Welt und Wirklichkeit miteinander verschmolzen. Vielleicht verdeutlicht das seine Antwort auf die Frage warum er tötet:
"Weil es Spaß macht!"
Vielleicht war das Leben für ihn nur die Fortsetzung eines virtuellen Computerspiels?
Auch die Psychologen können die Frage nicht beantworten, oder zumindest sind ihre Antworten nicht befriedigend und da ist es natürlich erlaubt auch für den Laien zu spekulieren. Wo können die Ursachen liegen?
Erstes Problem, der Autor ist 79 Jahre alt. Was versteht er von der heutigen Jugend?
Lassen wir das einmal beiseite. Ich versuche mich in diesen Jugendlichen unserer Tage hinein zu versetzen. Er lebt, wie man das so vermuten darf, in einem gut situierten Elternhaus, der Vater ein Waffenliebhaber, lässt seine Beretta auf dem Nachttisch im Schlafzimmer liegen. Ist im Schützen Club.
Die erste Frage, die immer wieder auftaucht, sitzt er viel am Computer und spielt die berühmten Killerspiele? Ja, das tut er.
Aber, ist es zwingend, dass ihn das in die Verzweiflungstat treibt?
Kann es sein, dass ihn, den siebzehnjährigen, der noch in der Ausbildung ist, das politische Umfeld, die gesamte wirtschaftliche Lage und speziell auch unserer Nation, die nicht gerade rosige Zukunft, der er als Jugendlicher entgegensieht, dass ihn das in die Depression treibt zu einer entsetzlichen Verzweiflungstat?
Ich vermute, dass er viel zu egoistisch war um solche Dinge, die doch relativ weit von seiner privaten Sphäre entfernt sich abspielen, zum Anlass zu nehmen, um auszurasten. Meine Vermutung geht eher dahin, dass jungen Menschen die ganz persönlichen, nahe stehenden, sie direkt betreffenden Situationen und Ereignisse weitaus eher unter die Haut gehen. Sie können sie dazu bringen, sich selbst isoliert in dieser Welt zu sehen. Das Geheimnis wird wohl in ihrem persönlichen Ansprüchen und wünschen und Erwartungen, die sie an ihr Leben haben, liegen.
Motive die oft so einfach sind, die sie aber nicht in der Lage sind zu formulieren, weil ihr Umfeld daran kein Interesse hat oder nicht merkt, dass ein Bedürfnis besteht. Ich denke daran, dass sie oft Probleme haben echte Freundschaften zu schließen, dass sie sich in ihrem Altersgruppenkreis als Außenseiter sehen, der nicht anerkannt wird, der nicht verstanden wird, dem sie sich nicht zu erwehren wissen, der sie verspottet, oder lächerlich macht. Dass sie ein stilles Bedürfnis nach Liebe haben, dass sie bei Mädchen, Frauen nicht ankommen, da sie nicht wissen wie sie sich geben sollen, da sie nicht in der Lage sind die Aufmerksamkeit und das Interesse des weiblichen Geschlechtes auf sich zu lenken und darin ein ganz persönliches Versagen sehen. Sie wissen im tiefsten Innern, dass eine weibliche Partnerschaft ihrem Leben erst einen Sinn gibt, können das nicht formulieren, wagen auch nicht es zu formulieren, weil sie dann in ihrer Umgebung als Versager gesehen werden.
Kurz gesagt, dieser junge Mensch sah sich vermutlich nicht in der Lage in seinem ganz persönlichen Lebensumfeld Tritt zu fassen und kam sich überflüssig vor, nicht gebraucht, nicht verstanden. Er empfand, dass er all die Dinge nicht erreichen kann, die Dreh und Angelpunkt seines Lebens sein müssten. Er sieht keine Möglichkeit das Problem zu lösen. Sein Leben scheint ihm absolut sinnlos. Er will sich umbringen, sich selbst von der Qual befreien, die diese Demütigungen ihm machen.
Er könnte sich im stillen Kämmerlein umbringen. Das aber kann ihn nicht befriedigen. Er will sich umbringen und gleichzeitig ein Zeichen setzen, will der Gesellschaft etwas zu denken geben, ihr zeigen, dass sie schuld daran ist. Der Gedanke daran ist für ihn eine Befriedigung.
Vielleicht aber fehlte der Mut, sich umzubringen. Der Druck ist nicht ausreichend groß genug. Er setzt sich unter Zugzwang. Er wählt unbewusst einen Umweg, in dem er Unschuldige umbringt, eine Tat, aus der er nur den einen Ausweg sieht, sich selbst umzubringen. Da er sowieso aus dem Leben geht, existiert diese Welt danach nicht mehr für ihn und deshalb ist es ohne Bedeutung, wie viele Menschen er mit in den Tod reißt.
Aber das Umfeld in dem er diese Menschen sucht, soll Hinweis darauf sein in welchem Umfeld er die größten Demütigungen erfahren hat. Dieser junge Mann hat von Anfang an gewusst, dass sein Amoklauf mit seinem Tod enden muss. Er hat kein Mitleid gegen sich, warum sollte er Mitleid gegen andere haben. Es ist völlig gleichgültig für ihn, wen er erschießt und wie viele, aber jede einzelne Person soll die Gesellschaft anklagen und die Intensität seines Schmerzes verdeutlichen.
An dieser Stelle kommen dann vielleicht auch die so genannten Killerspiele wieder ins Gespräch. Sie produzieren eine Gefühlslosigkeit, Anteilnahmslosigkeit, Stummpfheit, die durch die vielen am Computer produzierten virtuellen Morde entstehen kann. Natürlich wissen die meisten Jugendlichen das virtuelle Geschehen am Computer und die Wirklichkeit auseinander zu halten, aber bei diesem Amokläufer sind virtuelle Welt und Wirklichkeit miteinander verschmolzen. Vielleicht verdeutlicht das seine Antwort auf die Frage warum er tötet:
"Weil es Spaß macht!"
Vielleicht war das Leben für ihn nur die Fortsetzung eines virtuellen Computerspiels?
Samstag, 13. Dezember 2008
Langeweile
Das sagt man so dahin: Ich hab jetzt Langeweile. Was ist es denn eigentlich, wieso fühlen wir uns nicht wohl? Sollte doch ein schöner Zustand sein. Man hat nichts zu tun, man kann sich ausruhen, man muss an nichts denken, man muss sich über nichts Sorgen machen?
Hoppla, das ist nun nicht selbstverständlich, denn gerade wenn wir Langeweile haben, fangen wir an über Gott und die Welt nachzudenken und da stoßen wir fast automatisch, weil wir eigentlich unbewusst, zielstrebig danach suchen, auf die im Augenblick anstehenden und auch die kommenden Probleme. Sie türmen sich in der Situation der Langeweile, wie von geisterhaft geschaffen, zu riesigen Gebirgen auf. Sie sind liebevoll hausgemacht, haben aber längst nicht die Qualität von hausgemachter Leberwurst.
Da komme ich tatsächlich ins philosophieren; wie ist das denn möglich? Und schon wird mir klar, dass Probleme sehr häufig auch das Produkt der Langeweile sind. Wir haben reichlich Zeit und da machen wir uns eben Probleme. Wobei die Betonung auf machen liegt, wir tun also etwas, wir sind produktiv, schaffen etwas Neues; ein Problem, das vorher noch nicht da war.
Wir haben nichts um die Hände, wie man so schön sagt. Wir haben nichts physisches oder geistiges, dass unsere Aufmerksamkeit verlangt und uns ablenkt. Da muss kein Nagel ins Brett geschlagen, kein Bild an die Wand gehängt werden. Da muss auch kein Brief geschrieben werden. Es muss auch nicht telefoniert werden. Wir haben auch keine Lust zum Fernsehen. Die Zeitung langweilt uns. Und das Buch, das wir gerade lesen, ist auch nicht besonders interessant. Es ist also nichts da, dass unser Hirn beschäftigt und fordert. Jetzt arbeitet es mit Vollgas im Leerlauf. Das kann sehr schnell zu Überhitzung führen. Und darum greifen wir zur Notbremse, wir machen uns Sorgen und verhindern so einen Kolbenfresser. Es ist besser wir machen uns Sorgen, als das wir zu intensiv an gar nichts denken.
Ja, soll das denn heißen, dass wir armen Schweinchen ständig was um die Ohren haben müssen, sonst kommen wir auf dumme Gedanken?
Aber wir können eben nicht einfach so dasitzen, an nichts denken und nichts tun!
Oh man, da fällt mir gerade ein, dass es ja Menschen gibt die das mit Erfolg tun und dabei mit sich und der Welt im Einklang sind. Das nennt man ja wohl meditieren, die große Kunst der Langeweile, die hohe Schule der Langeweile. Nun frage ich mich natürlich wo liegt denn eigentlich der Vorteil des Meditierens? Was habe ich noch vom Leben, wenn ich keine Beschäftigung habe, keine Arbeit und keine Probleme, bin ich dann überhaupt noch bewusst in dieser Welt?
Na ja, meditieren ist auf jeden Fall umweltfreundlich, der Energieverbrauch wird herabgesetzt und die Ressourcen werden geschont. Es ist wohl so etwas wie ein Erholungsurlaub vom Leben?
Jetzt wird es schwierig für mich, ist das wirklich erstrebenswert. Die Zeit unseres Erdendaseins, in der wir bewusst am Leben teilnehmen, ist ja sowieso schon gekürzt durch die nächtliche Ruhezeit. Wenn ich dann noch den ganzen Tag über meditiere, lebe ich dann überhaupt noch? Wäre das nicht so etwas wie ein lebend, bei vollem Bewusstsein vorauserlebter Tod? Da kann ich mir doch gleichen einen Strick nehmen!
Nein, dann langweile ich mich lieber, keine Sorgen mehr haben, keine Probleme mehr haben? Nein, die Sorge möchte ich nicht haben. Wo bleibt denn da der Spaß am Leben?
Hoppla, das ist nun nicht selbstverständlich, denn gerade wenn wir Langeweile haben, fangen wir an über Gott und die Welt nachzudenken und da stoßen wir fast automatisch, weil wir eigentlich unbewusst, zielstrebig danach suchen, auf die im Augenblick anstehenden und auch die kommenden Probleme. Sie türmen sich in der Situation der Langeweile, wie von geisterhaft geschaffen, zu riesigen Gebirgen auf. Sie sind liebevoll hausgemacht, haben aber längst nicht die Qualität von hausgemachter Leberwurst.
Da komme ich tatsächlich ins philosophieren; wie ist das denn möglich? Und schon wird mir klar, dass Probleme sehr häufig auch das Produkt der Langeweile sind. Wir haben reichlich Zeit und da machen wir uns eben Probleme. Wobei die Betonung auf machen liegt, wir tun also etwas, wir sind produktiv, schaffen etwas Neues; ein Problem, das vorher noch nicht da war.
Wir haben nichts um die Hände, wie man so schön sagt. Wir haben nichts physisches oder geistiges, dass unsere Aufmerksamkeit verlangt und uns ablenkt. Da muss kein Nagel ins Brett geschlagen, kein Bild an die Wand gehängt werden. Da muss auch kein Brief geschrieben werden. Es muss auch nicht telefoniert werden. Wir haben auch keine Lust zum Fernsehen. Die Zeitung langweilt uns. Und das Buch, das wir gerade lesen, ist auch nicht besonders interessant. Es ist also nichts da, dass unser Hirn beschäftigt und fordert. Jetzt arbeitet es mit Vollgas im Leerlauf. Das kann sehr schnell zu Überhitzung führen. Und darum greifen wir zur Notbremse, wir machen uns Sorgen und verhindern so einen Kolbenfresser. Es ist besser wir machen uns Sorgen, als das wir zu intensiv an gar nichts denken.
Ja, soll das denn heißen, dass wir armen Schweinchen ständig was um die Ohren haben müssen, sonst kommen wir auf dumme Gedanken?
Aber wir können eben nicht einfach so dasitzen, an nichts denken und nichts tun!
Oh man, da fällt mir gerade ein, dass es ja Menschen gibt die das mit Erfolg tun und dabei mit sich und der Welt im Einklang sind. Das nennt man ja wohl meditieren, die große Kunst der Langeweile, die hohe Schule der Langeweile. Nun frage ich mich natürlich wo liegt denn eigentlich der Vorteil des Meditierens? Was habe ich noch vom Leben, wenn ich keine Beschäftigung habe, keine Arbeit und keine Probleme, bin ich dann überhaupt noch bewusst in dieser Welt?
Na ja, meditieren ist auf jeden Fall umweltfreundlich, der Energieverbrauch wird herabgesetzt und die Ressourcen werden geschont. Es ist wohl so etwas wie ein Erholungsurlaub vom Leben?
Jetzt wird es schwierig für mich, ist das wirklich erstrebenswert. Die Zeit unseres Erdendaseins, in der wir bewusst am Leben teilnehmen, ist ja sowieso schon gekürzt durch die nächtliche Ruhezeit. Wenn ich dann noch den ganzen Tag über meditiere, lebe ich dann überhaupt noch? Wäre das nicht so etwas wie ein lebend, bei vollem Bewusstsein vorauserlebter Tod? Da kann ich mir doch gleichen einen Strick nehmen!
Nein, dann langweile ich mich lieber, keine Sorgen mehr haben, keine Probleme mehr haben? Nein, die Sorge möchte ich nicht haben. Wo bleibt denn da der Spaß am Leben?
Samstag, 8. November 2008
Fluch oder Segen der E-Mail!
Noch vor wenigen Jahren schien es, als ob das Schreiben von E-Mails nur etwas für Technikfreaks und Privilegierte sei. Und heute? Alles Schnee von gestern. Heute ist es eine Normalität und für jeden zugänglich. Eine fantastische Möglichkeit der schnellen Nachrichtenübermittlung von A. Nach B. und da ist die Frage wohl erlaubt: Haben wir wirklich etwas gewonnen? Wohl nicht ganz so wie wir es uns erträumt haben. Unzweifelhaft gibt es viele Fälle, in denen eine E-Mail von großem Vorteil ist. Sie ist schnell und zuverlässig und übermittelt eine Nachricht schwarz auf weiß.
Aber die Sache hat auch einen Haken! Es ist alles viel zu einfach, viel zu leicht. Obwohl es uns noch nie so leicht gemacht worden ist, auf eine Nachricht zu antworten; wir Klicken auf der empfangenen E-Mail auf "Antworten", können ein, zwei Sätze schreiben, abschicken, fertig;
Denkste, möchte man sagen. Dabei ist alles ganz einfach, man benötigt kein Briefpapier, keinen Briefumschlag, keine Briefmarke, muss nicht zum Briefkasten oder zum Postamt. Wir setzen uns an den Computer, Schreiben die Nachricht, holen die Adresse aus dem Speicher, absenden, fertig.
Da es so einfach ist, schreiben wir häufiger und unsere Freunde und Bekannten bekommen weitaus häufiger Post, als sie das früher von uns gewohnt waren. Das Problem ist aber, früher bekamen sie einmal zu Weihnachten eine Postkarte, oder einen Brief. Diese Post wurde dann in einem Kraftakt einmal im Jahr beantwortet und man hatte Ruhe. Die Rolle des Beantworters war häufig sogar noch an die Ehefrau delegiert, weil der Ehemann ein Kommunikationsmuffel war.
Dann kam das Zeitalter der Computer, statistisch doch wohl eine Domäne der Männer, also fiel ihnen als eine Zugabe auch das Schreiben von E-Mails zu. Jetzt beginnt die Sache schwierig zu werden, da sie gar nicht so gerne schreiben, ignorieren sie die eine oder andere E-Mail und lassen sie unbeantwortet, die Sache beginnt lästig zu werden. Also schaut man nicht mehr so häufig in die E-Mails, löscht die aufgelaufenen Nachrichten und wartet auf den nächsten Ansturm.
Von der nicht angeforderten Werbung und ähnlichem will ich an dieser Stelle gar nicht reden.
Es ist also häufig so, dass unser Bedürfnis, etwas mitzuteilen, ins Leere läuft. Nicht unbedingt aus Boshaftigkeit bleibt unsere Nachricht unbeantwortet, sondern wohl mehr weil man sich dann doch ein wenig belästigt und überfordert fühlt. Heutzutage kann es schon mal vorkommen, dass man das Bedürfnis verspürt, einen bestimmten Spruch, einen Witz, ein paar interessante Bilder oder einen Zeitungsausschnitt seinen Freunden und Bekannten zukommen zu lassen. Dann schickt man ein Rundschreiben an 20 Personen. Und wenn wir dann auf eine Reaktion warten, werden wir meistens enttäuscht.
Wer macht sich heute noch bewusst, dass es früher ganz unmöglich war. Solche Rundbriefe hätten einen enormen Aufwand bedeutet. Man hätte 20 Kopien besorgen müssen, 20 Briefumschläge, 20 Briefmarken und 20 Adressen schreiben müssen. Ohne Not hätte das niemand getan. Da es aber so einfach ist solch einen Vorgang mit einer E-Mail zu starten, packt uns der Übermut und wir überfluten unsere Briefpartner mit Nachrichten, Notizen und Bildern, die für uns bemerkenswert und mitteilenswert sind. Das trifft aber leider nicht immer auf Gegenliebe und wir dürfen uns nicht wundern, wenn der Adressat nicht reagiert.
Wundern und auch ärgern dürfen wir uns aber, wenn wir eine ganz persönliche, individuelle Nachricht geschickt haben und darauf keine Antwort bekommen. Diese Art der Unhöflichkeit weitet sich aus wie eine Epidemie. Ja ist sie schon zur Selbstverständlichkeit geworden nach dem Motto, wenn du mir schreibst, tust du das auf eigenes Risiko. Und diese Einstellung finden wir noch häufiger, wenn wir Firmen, Behörden, Institutionen anschreiben und damit rechnen müssen, dass wir grundsätzlich nur eine Antwort bekommen, wenn dem Adressaten unseres Schreibens aus dem Kontakt mit uns ein Vorteil erwächst. Höflichkeit ist reiner Zufall. Geschäft ist Geschäft.
Und auf diese Art und Weise sind die so leicht Erreichbaren unerreichbar geworden.
Fluch oder Segen der E-Mail? Diese Frage muss letztendlich jeder für sich selbst beantworten.
Aber die Sache hat auch einen Haken! Es ist alles viel zu einfach, viel zu leicht. Obwohl es uns noch nie so leicht gemacht worden ist, auf eine Nachricht zu antworten; wir Klicken auf der empfangenen E-Mail auf "Antworten", können ein, zwei Sätze schreiben, abschicken, fertig;
Denkste, möchte man sagen. Dabei ist alles ganz einfach, man benötigt kein Briefpapier, keinen Briefumschlag, keine Briefmarke, muss nicht zum Briefkasten oder zum Postamt. Wir setzen uns an den Computer, Schreiben die Nachricht, holen die Adresse aus dem Speicher, absenden, fertig.
Da es so einfach ist, schreiben wir häufiger und unsere Freunde und Bekannten bekommen weitaus häufiger Post, als sie das früher von uns gewohnt waren. Das Problem ist aber, früher bekamen sie einmal zu Weihnachten eine Postkarte, oder einen Brief. Diese Post wurde dann in einem Kraftakt einmal im Jahr beantwortet und man hatte Ruhe. Die Rolle des Beantworters war häufig sogar noch an die Ehefrau delegiert, weil der Ehemann ein Kommunikationsmuffel war.
Dann kam das Zeitalter der Computer, statistisch doch wohl eine Domäne der Männer, also fiel ihnen als eine Zugabe auch das Schreiben von E-Mails zu. Jetzt beginnt die Sache schwierig zu werden, da sie gar nicht so gerne schreiben, ignorieren sie die eine oder andere E-Mail und lassen sie unbeantwortet, die Sache beginnt lästig zu werden. Also schaut man nicht mehr so häufig in die E-Mails, löscht die aufgelaufenen Nachrichten und wartet auf den nächsten Ansturm.
Von der nicht angeforderten Werbung und ähnlichem will ich an dieser Stelle gar nicht reden.
Es ist also häufig so, dass unser Bedürfnis, etwas mitzuteilen, ins Leere läuft. Nicht unbedingt aus Boshaftigkeit bleibt unsere Nachricht unbeantwortet, sondern wohl mehr weil man sich dann doch ein wenig belästigt und überfordert fühlt. Heutzutage kann es schon mal vorkommen, dass man das Bedürfnis verspürt, einen bestimmten Spruch, einen Witz, ein paar interessante Bilder oder einen Zeitungsausschnitt seinen Freunden und Bekannten zukommen zu lassen. Dann schickt man ein Rundschreiben an 20 Personen. Und wenn wir dann auf eine Reaktion warten, werden wir meistens enttäuscht.
Wer macht sich heute noch bewusst, dass es früher ganz unmöglich war. Solche Rundbriefe hätten einen enormen Aufwand bedeutet. Man hätte 20 Kopien besorgen müssen, 20 Briefumschläge, 20 Briefmarken und 20 Adressen schreiben müssen. Ohne Not hätte das niemand getan. Da es aber so einfach ist solch einen Vorgang mit einer E-Mail zu starten, packt uns der Übermut und wir überfluten unsere Briefpartner mit Nachrichten, Notizen und Bildern, die für uns bemerkenswert und mitteilenswert sind. Das trifft aber leider nicht immer auf Gegenliebe und wir dürfen uns nicht wundern, wenn der Adressat nicht reagiert.
Wundern und auch ärgern dürfen wir uns aber, wenn wir eine ganz persönliche, individuelle Nachricht geschickt haben und darauf keine Antwort bekommen. Diese Art der Unhöflichkeit weitet sich aus wie eine Epidemie. Ja ist sie schon zur Selbstverständlichkeit geworden nach dem Motto, wenn du mir schreibst, tust du das auf eigenes Risiko. Und diese Einstellung finden wir noch häufiger, wenn wir Firmen, Behörden, Institutionen anschreiben und damit rechnen müssen, dass wir grundsätzlich nur eine Antwort bekommen, wenn dem Adressaten unseres Schreibens aus dem Kontakt mit uns ein Vorteil erwächst. Höflichkeit ist reiner Zufall. Geschäft ist Geschäft.
Und auf diese Art und Weise sind die so leicht Erreichbaren unerreichbar geworden.
Fluch oder Segen der E-Mail? Diese Frage muss letztendlich jeder für sich selbst beantworten.
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