Schon wieder ist ein Jahr dahin
verblasst das Glück der schönen Tage
und ständig stell’n wir uns die Frage
wo steckt denn da der tiefe Sinn ?
Ich sage dir
es gibt ihn nicht
die Dinge sind so wie sie sind
..und wenn auch wirklich jemand käme,
der Dir der Welten Lauf erklärt
Du würdest staunen wie ein Kind
Du würdest „ach“ und „aber“ sagen
und lauthals dich beklagen:
„Das alles ist so kompliziert
ich hab am Ende nichts kapiert“
So lass das Klagen und das Fragen
und lass vom neuen Jahr
Dich in die Zukunft tragen
Ganz voll Vertrauen
wie ein Kind
denn, die Dinge sind halt wie sie sind
Freitag, 28. Dezember 2007
Zum neuen Jahr
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Einsichten
Weisheit entsteht aus der klugen Anwendung des Erlebten, Gelernten und Geschauten. Aber den letzten Schliff bekommt sie erst, wenn man das alles wieder vergessen hat.
Ein ganzes Leben lang sammeln wir Erfahrungen und Erkenntnisse und im Alter fällt uns dann das Vergessen wie eine reife Frucht in den Schoss
Wenn du rundum zufrieden mit dir bist, überleg erstmal was du falsch gemacht haben könntest
© Fritz Fröhlich
Donnerstag, 6. Dezember 2007
Toleranz
Manchmal genügen Kleinigkeiten, und man wird zum Nachdenken Angeregt. Im Fernsehen hörte ich beim
"Vorüberzappen" einige Sätze, die am Grab eines verstorbenen Schweizers gesprochen wurden. Da hieß es: Er war ein Mann, der die Menschen so nahm wie sie sind, er versuchte nie sie zu ändern, er tolerierte ihre Eigenarten und war überall sehr beliebt.
Nun ja, am Grab eines Menschen werden gern seine positiven Seiten hervorgehoben, manch einer hätte so etwas lieber zu Lebzeiten gehört, aber da tun wir Menschen uns schwer mit dem Loben.
Mich haben diese Sätze zu der Frage angeregt, ob ich so etwas auch gern an meinem Grab hören würde. Ich konnte sie nicht uneingeschränkt bejahen. Ich möchte nicht unbedingt der Mensch sein, der Alles und Jedes so lässt wie es ist. Ich würde doch gern hier und da Einfluss nehmen, auch auf die Gefahr hin nicht überall beliebt zu sein.
Wohlgemerkt: Mir geht es hier nicht um Rechthaberei oder um prinzipielles Herummeckern an Allem und Jedem, es geht mir um jene Art von Einflussnahme, die ein wenig zivilen Mut verlangt und manchmal auch gegen das Angepasstsein verstößt. Mir geht es kurz gesagt um missverstandene Toleranz.
Tolerieren heißt etwas ertragen, dulden und ich glaube wir gehen heutzutage oft einen Schritt zu weit, Wir dulden auch das eigentlich Unerträgliche. Und in erster Linie tolerieren wir häufig, weil wir nur unsere Ruhe haben wollen. Nach dem Motto: Wenn wir keinen Ärger machen, lassen uns die anderen auch Ruhe. Wir sind in unserem Verhalten durch und durch verunsichert, ganz besonders durch das viele Halbwissen und die vielen Informationen, die wir in Zeitschriften und im Fernsehen von Psychiatern und Psychologen erfahren. Wir trauen uns nicht mehr, gewisse zwischenmenschliche Entscheidungen aus dem Bauch heraus oder aufgrund unserer Erfahrungen oder der Erfahrungen unserer Eltern zu fällen.
Wenn ich aber dann im Fernsehen Szenen vom Unterricht an Grundschulen sehe, sträuben sich mir die Haare, ich erwarte nicht von unserer Jugend Kadavergehorsam, aber was wir erwarten dürfen ist Respekt. Was diesen Jugendlichen dort absolut abgeht, ist Respekt und die Tragödie ist, die Gesellschaft toleriert das.
Die Gesellschaft steht diesem Phänomen völlig hilflos gegenüber und raubt mit ihrer missverstandenen Toleranz den Lehrern jede Autorität.
In diesem Schulbeispiel gewann ich den Eindruck, dass der Lehrer es längst aufgegeben hat, Einfluss auf die Jugendlichen zu nehmen. Er hätte ebenso gut im Hühnerstall einen Vortrag über die Bruchrechnung halten können.
Im Gegenteil gewinnt man heutzutage oft den Eindruck das die Jugendlichen Einfluss auf die Erwachsenen nehmen und nicht umgekehrt. Wenn ich bedenke, dass sie es immerhin erreicht haben, dass beispielsweise die Werbung (RTL) sich ihrer Sprache bedient, dann finde ich es doch bedenklich. Da wimmelt es nur so von Begriffen wie: Genial, super, cool, geil und echt.
Ein echter Zugewinn, was für eine farbige, abwechslungsreiche, geniale Sprache wir doch unserer Jugend verdanken, echt cool, einfach geil, echt.
Mittwoch, 14. November 2007
Bahnstreik
Der volkswirtschaftliche Gesamt-Schaden, den man duldend hinnimmt, ist nicht zu verantworten. Die "Grossen" zeigen Stärke mit der ständigen und ausgesprochenen Drohung, wenn ihr euch nicht fügt, werden wir in Zukunft auf Automation umsteigen und euch entlassen. Im Hinterkopf planen Sie das langfristig sowieso. Noch mehr Arbeitslose. Der Wert der menschlichen Arbeitskraft wird ständig herabgesetzt. Ein tödlicher Kreislauf. Die heranwachsende Jugend sieht keine lohnenden Arbeitsplätze mehr und ist lustlos (lässt sich nicht qualifizieren).
Und da droht die Gefahr: Menschen ohne Zukunftsperspektive neigen zur Gewalt, sind der Krebs einer Gesellschaft. Die Politik verliert sich im parteipolitischen Kleinkrieg und dabei die Fähigkeit, in grossen Dimensionen zu denken, sie wird an ihrer Kurzsichtigkeit scheitern.
Der Staat und die "Grossen" zeigen Stärke und das ist ihre Schwäche.
Freitag, 9. November 2007
Friede auf Erden
wir werden ihn nicht erreichen,
solange wir für ihn kämpfen
Wenn wir den Hass nicht von Kindern fernhalten, gibt es
kaum Aussicht auf Versöhnung.
Donnerstag, 8. November 2007
Kleine Schlaubergerreien
Das Credo eines Pessimisten.
Jeder Tag birgt den Keim einer grossen Enttäuschung in sich.
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Kein Licht strahlt so hell, wie das Licht der Hoffnung; darum besteht immer die Gefahr der Verblendung.
Wenn die Gefahr grösser ist als der Mut, hilft nur noch eins; weglaufen.
Gib dich immer dümmer als du aussiehst, dann wirst du auch nicht überschätzt.
Gegen die Liebe ist die Vernunft machtlos.
Lass niemanden in dein Herz schauen, bevor du nicht selber nachgesehen hast.
Wer in alle Richtungen offen ist, sollte sich immer schön warm anziehen.
© Fritz Fröhlich
Samstag, 27. Oktober 2007
Glaube
In der Hannoverschen allgemeinen Zeitung war vor einigen Tagen ein Interview abgedruckt mit dem amerikanischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins. Daraufhin habe ich mir die zu diesem Artikel eingegangenen Leserbriefe angesehen und mich sehr darüber gewundert, dass sie von Christen stammten, die eine sehr intolerante Haltung gegenüber der Meinung von Richard Dawkins zeigten.
Zugegeben, es ist natürlich schwer zu beurteilen, ob die von der "Allgemeinen" ausgewählten Leserbriefe eine Mehrheitsmeinung darstellen, denn letzten Endes kann man mit der Art der Auswahl von Leserbriefen auf einen Artikel auch eine Meinungsfälschung vornehmen.
Sicherlich ist es von mir voreingenommen und naiv zu glauben, dass Christen, was die Toleranz gegenüber anders Denkenden betrifft, toleranter seien als die Islamisten. In diesen Leserbriefen jedenfalls war nicht viel von Toleranz zu spüren.
In einem Punkte halte ich es auf jeden Fall mit Richard Dawkins; Glaube lässt keine Veränderung zu.
Nun ändert sich aber alles auf dieser Welt stündlich, täglich. Täglich gewinnen wir auch neue Erkenntnisse und die Frage für mich ist: Wie können wir sie in den Glauben einfließen lassen?
Antwort: Garnicht, denn der Glaube lässt ja eine Veränderung nicht zu, er ist eine in sich verhärtete Struktur, er spaltet und polarisiert bis tief in die Familien und die Völker, und damit dürfen wir uns nicht abfinden.
Das einzig Unabänderliche, und somit für uns nicht diskutierbare in diesem Universum, sind die Gesetze nach denen es existiert.
Wenn wir den Gottesbegriff gleichsetzen würden mit den unabänderlichen Gesetzen des Universums dann wäre, entsprechend der soeben gemachten Feststellung, der Gottesbegriff nicht diskutierbar.
Das wäre dann beispielsweise der Gott den Richard Dawkins gemeint haben könnte, als er sagte:
Ich bin schon einen Gott weiter.
Verglichen mit diesem "universellen Gott", ist der Gott, mit dem wir im Augenblick hadern, ein Kindergartengott.