Warnung:
Die folgenden Zeilen enthalten gefährliche Wirkstoffe, die empfindsamen Gemütern die Freude am Weihnachtsfest verderben können!
Der Weihnachtstsunami
……..ist von einer großen zerstörerischen Kraft. Er beinhaltet alles was segensreiches Wasser mit sich bringen kann; Wohltuendes und Zerstörerisches. Jährlich überflutet er die halbe Welt. Schon lange bevor das Fest beginnt spürt man den bedrohenden Sog und die ungeheure Kraft, die von ihm ausgeht. Das fängt er an mit den frühzeitig angeboten Weihnachtssüßigkeiten in den Geschäften. Sie haben eine unglaubliche, verführerische Sogwirkung gerade auf die Jungen. Ungeduld geht von ihnen aus, große Erwartungen werden geweckt, Bedürfnisse werden verspürt. Schon lange vor dem Fest müssen Wünsche formuliert und festgelegt werden, bemüht man sich vorbereitet zu sein. Man will gut gewappnet sein wenn die große, emotionale Flutwelle über uns herein bricht. Da nützt es nichts wenn wir uns wehren, wenn wir uns sträuben; hier ist eine emotionale Kraft am Werk die jeden Widerstand zerstört und nur einige erprobte wirkliche Weihnachtshelden hervorbringt, die die Kraft haben sich dem Strom der Weihnachtschöre entgegenzustellen.
Das große Geheimnis des Weihnachtsfestes ist seine Starke gefühlsmäßige Verankerung; der Wunsch nach Feierlichkeit, nach geistlich emotionaler Erhebung, nach Außergewöhnlichem, nach Heraushebung aus dem Alltäglichen. Da verspüren sogar die völlig unmusikalischen den unstillbaren Wunsch der Festlichkeit des Tages in schrägen Dissonanzen ihren Tribut zu zahlen. Da ist die Freude auf irdische Genüsse und erlaubte Maßlosigkeit. Da ist die große Freude daran die Festlichkeit des Tages im dekorativen Glitter widerspiegeln zu lassen. Da wird ein unschuldiger Baum aus seiner natürlichen Umgebung herausgerissen um in einem Wohnzimmer als Dekorationsträger zu vertrocknen. Und da ist der unstillbare Wunsch etwas lang Ersehntes in unschuldig gespielter Überraschung als Geschenk zu bekommen, dass man am Ende wahrscheinlich noch selber bezahlen muss.
Und last not least ist da die Möglichkeit einem geliebten Menschen in selbstloser Geste eine Freude zu machen.
Nur eine Frage: Brauchen wir dazu wirklich Weihnachten? Haleluja.
P.S.: Kaum zu beschreiben ist die maßlose Freude, die ich beim Schreiben dieser Zeilen empfunden habe!
Samstag, 24. Oktober 2009
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1 Kommentar:
Lieber Fritz,
sei nicht so knurrig. Magst Du so gar nicht den weihnachtlichen Glanz? Oder den verführerischen Duft nach leckerem Gebäck oder gar Stollen?
Für mich und meine Kinder ist Weihnachten immer ein ganz besonderes Fest. Wir lieben den Geruch von Tanne und das Glitzern der Kugeln. Sicher muss man dieses Fest nicht unbedingt haben, um seinen Lieben mal eine Freude zu bereiten. Das sollte man immer mal zwischendurch, ohne festgelegte Tage wie Geburtstag oder Weihnachten.
Wir geniessen die Festlichkeit, essen etwas Besonderes und machen immer ein Event aus unserer Feier. Geschenke werden nicht einfach überreicht, sondern müssen mit Rätseln erraten werden. Wir haben jedes Mal viel Spaß!!!
Ich wünsche Dir trotzdem schöne Festtage....
Liebe Grüße
Patricia
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