Der Tag, sprach Fritz, ist schon gelungen
ein Vers ist meinem Hirn entsprungen
Woher er kam, kann ich nicht sagen
mit Sicherheit nicht aus dem Magen
Er lag im Hirn lang auf der Lauer
begrenzt durch die Beschränktheitsmauer
es fehlte ihm die Kraft zum Sprung
denn schließlich ist mein Hirn nicht jung
Gesegnet aber sei die Stunde
denn heut entsprang er meinem Munde
Hups, war er draussen, laut und klar
und .....
reimte sich sogar
_______________________________________
Tempora mutantur
Früher, als die Zeit verflog
Geschah das alles analog
Heute, und das ist fatal
Geht das nur noch digital
© F.Fröhlich
********************************************************************
Es ist hoffnungslos!!???
Als ich 71 Jahre alt war lass ich in einer Zeitung eine Notiz über das statistische Alter der deutschen Frauen und Männer und ich erfuhr, dass das Durchschnittsalter des heutigen deutschen Mannes bei 76 Jahren liegt. Ich war damals noch sehr optimistisch und nahm mir vor, das schaffst du auf jeden Fall. Ich hatte also, wohl bemerkt, etwas worauf ich hoffte. Soweit so gut. Ich habe es geschafft. Ich bin 76 und sogar darüber hinaus inzwischen 80 geworden. Ich frage mich heute noch wie ich das gemacht habe. Aber ich habe es geschafft.
Nun ist es aber auch eine Tatsache, dass ich seitdem ein statistisch überlebender Toter bin. Das ist eine unangenehme Feststellung und ich frage mich, worauf soll ich jetzt noch hoffen?
Habe ich damals einen Fehler gemacht? Habe ich meine Hoffnung und meine Erwartung zu niedrig angesetzt? Wäre es nicht klug gewesen meine Erwartungen und Hoffnungen auf 120 zu setzen?
Nun, das kann man jetzt nicht mehr ändern ich kann jetzt nur darauf hoffen, dass das kein Statistiker merkt?
Als ich heute Morgen aufwachte, habe ich mir, sowie ich das jeden Morgen jetzt mache, ersteinmal dazu gratuliert, dass ich noch lebe. Das ist immer eine große Überraschung für mich, denn man weiß ja nie, was über Nacht alles so passiert kann. Als Nächstes kommt dann gleich die Ernüchterung, ich stelle fest; das ist doch alles hoffnungslos..... Nun ja, ich bin wenigstens noch im Spiel?!
Worauf soll ich denn nun hoffen? Auf das Früstück, das jetzt unweigerlich stattfinden wird? Nun das bringt keine große Überraschung. Das ich natürlich wieder einmal vergeblich darauf hoffe, dass der Briefträger endlich die Nachricht bringt, dass ich in der Lotterie ein paar Millionen gewonnen habe, das kannste vergessen. Darauf warte ich nun seit einigen Jahren. Auch das Los der Fernsehlotterie hat bisher noch nichts gebracht. Es ist hoffnungslos.
Auch das Wetter bringt nichts Neues, mal scheint die Sonne, mal stürmt es, mal regnet es, mal schneit es, es ist immer dasselbe, es ist hoffnungslos.
Aber der mir immer noch innewohnende Überlebenstrieb und meine volle Blase zwingen mich zum Aufstehen. Ich mache mich auf in Richtung Bad. Ich bin mir in solchen Augenblicken immer sicher, dass meine Frau mir folgen wird. Sie ist grundsätzlich von etwas verminderter Entschlusskraft und nimmt es immer dankbar hin, dass sie mein Aufstehen zum Anlass ihres Aufstehens nehmen kann. Na ja, nun folgt die übliche Routine, ein bisschen Wasser hier ein bisschen Wasser da, anziehen und dann ab in Richtung Esstisch, auf dem ich neuerdings immer meinen Laptop stehen habe, um, während meine Frau in der Zeitung blättert, mir die neuesten Nachrichten aus dem Internet zu holen. Das dient in erster Linie der Absicherung, so habe ich doch die Bestätigung, dass die Erde sich noch dreht und ich wirklich noch dabei bin.
Aber wie sie ja auch wissen, es ist hoffnungslos, jeden Tag die statistisch fälligen Morde, Erdbeben, Tornados, Terroristen, Zugunglücke, Flugzeug abstürzte und das ewige Politiker " Bla, Bla",
Danach kommt bei mir aber Hoffnung auf. Die stille Hoffnung darauf, dass mir einer meiner Freunde, denen ich eine E-Mail geschickt habe, geantwortet hat. Das ist ein Augenblick, den ich bewusst immer etwas hinauszögere, weil ich mir im tiefsten Inneren einen kleinen Funken Hoffnung bewahrt habe, obwohl ich weiß, dass, seitdem es diese moderne Kommunikationsmöglichkeit gibt, die Antwortmoral erheblich nachgelassen hat.
Ich lese also erst, um mir die Spannung zu erhalten, die ewig langweiligen Politiker Statements und Entscheidungen und die so klugen Äußerungen der Opposition und deren Unbestechlichen Lösungsansätze.
Es ist immer dasselbe, es ist hoffnungslos.
Wenn ich dann meinen morgendlichen Tiefpunkt erreicht habe und kurz vor einer Depression stehe, dann, dann versuche ich in einem heroischen Ansatz von Hoffnung meine eingegangenen E-Mails zu öffnen.
Scheiße, es ist hoffnungslos, wieder keiner geantwortet. Alles nur Werbung. Was denken die sich dabei einem alten Mann von 80 Jahren jede Hoffnung zu nehmen.
Ich blicke auf und meine Frau erkennt in meinen Augen sofort, was los ist: "Wieder keiner geantwortet?"
"Nein, aber ich hoffe du hast gut geschlafen?"
"Ja das habe ich!"
"Da bin ich aber froh"
Meistens sagt sie dann: "Mach dir nichts daraus, es bleibt dir immer noch die Hoffnung auf morgen."
Es ist hoffnungslos, sie ist und bleibt ein Optimist.
Mittwoch, 14. April 2010
Dienstag, 13. April 2010
Lachen kann tödlich sein
David und Goliath !
Eines Tages traf eine Maus auf einen Löwen.
„ Hab ich dich endlich“, fauchte sie und richtete sich hoch auf, indem sie sich auf die Hinterbeine stellte.
„ Heute hat dein Stündlein geschlagen. Sprich dein letztes Gebet, in wenigen Sekunden werde ich dich zerfleischen. Mich dürstet nach deinem Blut!“
Für Sekunden war der Löwe über soviel Dreistigkeit sprachlos, dann aber konnte er nicht mehr an sich halten und lachte, lachte, lachte und hat sich schließlich totgelacht.
„ Schade, seufzte die Maus enttäuscht, ein ehrlicher Kampf wäre mir lieber gewesen.
© F.Fröhlich
Eines Tages traf eine Maus auf einen Löwen.
„ Hab ich dich endlich“, fauchte sie und richtete sich hoch auf, indem sie sich auf die Hinterbeine stellte.
„ Heute hat dein Stündlein geschlagen. Sprich dein letztes Gebet, in wenigen Sekunden werde ich dich zerfleischen. Mich dürstet nach deinem Blut!“
Für Sekunden war der Löwe über soviel Dreistigkeit sprachlos, dann aber konnte er nicht mehr an sich halten und lachte, lachte, lachte und hat sich schließlich totgelacht.
„ Schade, seufzte die Maus enttäuscht, ein ehrlicher Kampf wäre mir lieber gewesen.
© F.Fröhlich
Montag, 12. April 2010
Lachen
Die Krankenkassen klagen ständig, das ihnen die Kosten über den Kopf wachsen. Ich muss daraus schließen, dass die Menschen zu häufig krank werden.
Nun sagt man aber: Lachen ist gesund.
Ich glaube ich bin einer interessanten Sache auf der Spur: Lachen ist gesund, denn es trainiert den Herzmuskel. Und... haben wir denn überhaupt noch etwas zu lachen? Ich kann seit einiger Zeit nur noch über meinen eigenen Unsinn lachen. Zum lachen gehört in erster Linie eine grundsätzliche Bereitschaft dazu, ein unbelastet sein vielleicht mit einer Portion Unwissenheit.
Wir aber wissen zu viel, sind viel zu gut informiert. Wir wissen z.B. daß es mit unserer Erde so radikal abwärts geht, daß uns das Lachen im Halse stecken bleibt.
Die lange Liste der täglichen Katastrophen kann bei uns kein Mitgefühl mehr auslösen, es reicht höchstens zu einem theatralischen Entsetzen. Unsere überstrapazierte Seele hat keinen Platz mehr für echten Schmerz.
Weinen können wir schon längst nicht mehr.
100 Tote, 200, 1000 können wir das überhaupt verkraften? Wenn wir nur versuchen würden das damit verbundene Leid oberflächlich zu verarbeiten, würden wir mit Sicherheit in der Nervenheilanstalt landen.
Betroffenheit äußern wir in einem oberflächlichen "Das ist ja furchtbar".
Wir paddeln täglich risikolos im flachen Gewässer unserer Gefühle dahin.
Inzwischen bin ich jedem ernsthaft böse, der mich spontan zum Lachen bringt, denn vielleicht hat gerade eben irgendwo ein Erdbeben stattgefunden oder ein Bus ist einen Abhang heruntergestürzt, oder ein Flugzeug ist zerschellt, ein Familienvater hat seine Familie umgebracht!?
Wie kann man in einem solchen Augenblick lachen oder Witze machen?
Ich muß mich jetzt entschuldigen. In 3 Minuten kommen die nächsten Nachrichten.
....und wenn dann nichts Schlimmes passiert ist, werde ich im Internet nachlesen was die Bundesregierung im Augenblick so plant, vielleicht kann mich das ein wenig erheitern?
Nun sagt man aber: Lachen ist gesund.
Ich glaube ich bin einer interessanten Sache auf der Spur: Lachen ist gesund, denn es trainiert den Herzmuskel. Und... haben wir denn überhaupt noch etwas zu lachen? Ich kann seit einiger Zeit nur noch über meinen eigenen Unsinn lachen. Zum lachen gehört in erster Linie eine grundsätzliche Bereitschaft dazu, ein unbelastet sein vielleicht mit einer Portion Unwissenheit.
Wir aber wissen zu viel, sind viel zu gut informiert. Wir wissen z.B. daß es mit unserer Erde so radikal abwärts geht, daß uns das Lachen im Halse stecken bleibt.
Die lange Liste der täglichen Katastrophen kann bei uns kein Mitgefühl mehr auslösen, es reicht höchstens zu einem theatralischen Entsetzen. Unsere überstrapazierte Seele hat keinen Platz mehr für echten Schmerz.
Weinen können wir schon längst nicht mehr.
100 Tote, 200, 1000 können wir das überhaupt verkraften? Wenn wir nur versuchen würden das damit verbundene Leid oberflächlich zu verarbeiten, würden wir mit Sicherheit in der Nervenheilanstalt landen.
Betroffenheit äußern wir in einem oberflächlichen "Das ist ja furchtbar".
Wir paddeln täglich risikolos im flachen Gewässer unserer Gefühle dahin.
Inzwischen bin ich jedem ernsthaft böse, der mich spontan zum Lachen bringt, denn vielleicht hat gerade eben irgendwo ein Erdbeben stattgefunden oder ein Bus ist einen Abhang heruntergestürzt, oder ein Flugzeug ist zerschellt, ein Familienvater hat seine Familie umgebracht!?
Wie kann man in einem solchen Augenblick lachen oder Witze machen?
Ich muß mich jetzt entschuldigen. In 3 Minuten kommen die nächsten Nachrichten.
....und wenn dann nichts Schlimmes passiert ist, werde ich im Internet nachlesen was die Bundesregierung im Augenblick so plant, vielleicht kann mich das ein wenig erheitern?
Sonntag, 4. April 2010
Dürretag
Meine Gedanken bewegen sich, schwerfällig,
wie trunkene Elefanten
durch die ausgedörrte Savanne
meiner Einfallslosigkeit.
Hin und wieder fällt ein starker Regen
er läßt das Gras hochschießen
und bringt selten gesehenes
in großer Vielfalt zum Vorschein.
Das beflügelt meine Gedanken.
Leicht, wie das Samenkorn einer Pusteblume
schweben sie dann, tänzelnd, über das hohe Gras.
Heute aber ist Dürretag
wie trunkene Elefanten
durch die ausgedörrte Savanne
meiner Einfallslosigkeit.
Hin und wieder fällt ein starker Regen
er läßt das Gras hochschießen
und bringt selten gesehenes
in großer Vielfalt zum Vorschein.
Das beflügelt meine Gedanken.
Leicht, wie das Samenkorn einer Pusteblume
schweben sie dann, tänzelnd, über das hohe Gras.
Heute aber ist Dürretag
Sonntag, 28. März 2010
Wie frei sind wir wirklich?
Ich meine nicht die Freiheit, die durch das Grundgesetz garantiert wird. Also nicht die uns gesellschaftlich zustehenden Freiheiten wie Redefreiheit, Meinungsfreiheit, freie Wahl des Arbeitsplatzes und der gleichen. Ich meine die Einschränkungen, denen der Mensch von Natur aus unterliegt. Die wir glücklicherweise nicht immer wahrnehmen oder bewusst werden lassen, weil wir machtlos dagegen sind und uns nichts und niemand davor schützen kann. Aber diese Abhängigkeiten sind es, die uns a priori unfrei machen.
Es heißt, der Mensch sei frei geboren?
Stimmt das wirklich? Leider nein!
Wir unterliegen von Anfang an den Zwängen und einer gewissen Willkür unserer Umgebung. Es fängt damit an, dass wir keinen Einfluss haben auf unsere Geburt. Entweder sind wir das gewollte, bewusst geplante Zeugungsergebnis unserer Eltern oder aber gezeugt im Sinnesrausch zweier unreifer Jugendlicher oder Erwachsener, die den Zwängen ihrer körperlichen hormonellen Steuerung erlagen.
Wir haben auch keinen Einfluss auf den Zeitraum unserer Geburt, weder auf die soziale Umgebung noch auf die politische Situation, in die wir hineingeboren werden.
Nach unserer Geburt sind wir abhängig von der liebevollen oder lieblosen Versorgung unserer Eltern. Wir haben keinen Einfluss darauf, ob unsere leibliche Mutter uns pflegt und versorgt oder nicht. Glücklicherweise unterliegt sie, unsere Mutter, dem ihr von der Natur mit gegebenen Pflege und Beschützer Trieb. Dass das alles nicht selbstverständlich ist, erkennen wir dann, wenn Mütter ihr neugeborenes Baby im Stich lassen und innerlich keine Beziehung zu ihm herstellen können.
Im frühen Stadium unseres Lebens zeigt sich unsere Unfreiheit besonders deutlich: Wir können nicht selbstständig essen und trinken, wir können uns nicht vor Kälte schützen, wir können unsere Wunden nicht heilen und würden im Koot ersticken.
Das wird sich unser ganzes Leben lang so fortsetzen; nur das wir dann unsere natürlichen Bedürfnisse selbst befriedigen müssen. Und daraus ergeben sich dann weitere Unfreiheiten. Wir müssen eine Tätigkeit suchen, die es uns ermöglicht, uns selbst mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen.Gerade in unserer Zeit zeigt sich wie viele junge Menschen daran scheitern ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Viele von ihnen geben schon auf, weil sie unbewusst wahrnehmen wie hilflos sie sind, wo immer sie halt suchen finden sie keinen Halt. Sie suchen Halt in der Gesellschaft, finden den aber nur in der Droge.
Mit dem Erwachsen werden zwingt uns die hormonelle Steuerung unseres Körpers dazu uns einen Partner zu suchen. Vielleicht werden sie jetzt protestieren und sagen, dass ausgerechnet die Auswahl und die Suche nach dem Partner ganz und gar ihre Entscheidung sei. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch; aber das Gefühl der Unausgeglichenheit, das Gefühl der unbestimmten Sehnsucht nach der Zuneigung und Liebe eines anderen Menschen ist etwas, auf das wir Menschen nur bedingt Einfluss haben.
Denn alles dient ja lediglich dazu, das zu vollenden was die Natur mit uns vorhat. Wir sollen Zeugen und für Nachwuchs sorgen, damit die Kette des Lebens nicht abstirbt. Es zeigt sich wieder unserer Unfreiheit. Wir sind die Erfüllungsgehilfen eines natürlichen Plans, der statistisch damit leben kann, dass er auch in Ausnahmefällen nicht erfüllt wird.
Die Frage ist nun, ist unsere Situation hoffnungslos?
Ich denke nein.
Es hängt alles davon ab, Ob wir im tiefsten Innern akzeptieren, dass wir fremd gesteuert sind. Natürlich haben wir streckenweise auch die Möglichkeit mit eigenen Entscheidungen auf unser Leben Einfluss zu nehmen und wir sollten damit zufrieden sein.
Sicherlich sind wir in der Lage unser Leben und die Welt um uns herum zu verändern. Ob wir sie aber verbessern, das bleibt bei der sich jetzt abzeichnenden Entwicklung die große Frage.
Wir sind nur so lange frei, wie wir im Einverständnis mit uns selbst leben.
Es heißt, der Mensch sei frei geboren?
Stimmt das wirklich? Leider nein!
Wir unterliegen von Anfang an den Zwängen und einer gewissen Willkür unserer Umgebung. Es fängt damit an, dass wir keinen Einfluss haben auf unsere Geburt. Entweder sind wir das gewollte, bewusst geplante Zeugungsergebnis unserer Eltern oder aber gezeugt im Sinnesrausch zweier unreifer Jugendlicher oder Erwachsener, die den Zwängen ihrer körperlichen hormonellen Steuerung erlagen.
Wir haben auch keinen Einfluss auf den Zeitraum unserer Geburt, weder auf die soziale Umgebung noch auf die politische Situation, in die wir hineingeboren werden.
Nach unserer Geburt sind wir abhängig von der liebevollen oder lieblosen Versorgung unserer Eltern. Wir haben keinen Einfluss darauf, ob unsere leibliche Mutter uns pflegt und versorgt oder nicht. Glücklicherweise unterliegt sie, unsere Mutter, dem ihr von der Natur mit gegebenen Pflege und Beschützer Trieb. Dass das alles nicht selbstverständlich ist, erkennen wir dann, wenn Mütter ihr neugeborenes Baby im Stich lassen und innerlich keine Beziehung zu ihm herstellen können.
Im frühen Stadium unseres Lebens zeigt sich unsere Unfreiheit besonders deutlich: Wir können nicht selbstständig essen und trinken, wir können uns nicht vor Kälte schützen, wir können unsere Wunden nicht heilen und würden im Koot ersticken.
Das wird sich unser ganzes Leben lang so fortsetzen; nur das wir dann unsere natürlichen Bedürfnisse selbst befriedigen müssen. Und daraus ergeben sich dann weitere Unfreiheiten. Wir müssen eine Tätigkeit suchen, die es uns ermöglicht, uns selbst mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen.Gerade in unserer Zeit zeigt sich wie viele junge Menschen daran scheitern ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Viele von ihnen geben schon auf, weil sie unbewusst wahrnehmen wie hilflos sie sind, wo immer sie halt suchen finden sie keinen Halt. Sie suchen Halt in der Gesellschaft, finden den aber nur in der Droge.
Mit dem Erwachsen werden zwingt uns die hormonelle Steuerung unseres Körpers dazu uns einen Partner zu suchen. Vielleicht werden sie jetzt protestieren und sagen, dass ausgerechnet die Auswahl und die Suche nach dem Partner ganz und gar ihre Entscheidung sei. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch; aber das Gefühl der Unausgeglichenheit, das Gefühl der unbestimmten Sehnsucht nach der Zuneigung und Liebe eines anderen Menschen ist etwas, auf das wir Menschen nur bedingt Einfluss haben.
Denn alles dient ja lediglich dazu, das zu vollenden was die Natur mit uns vorhat. Wir sollen Zeugen und für Nachwuchs sorgen, damit die Kette des Lebens nicht abstirbt. Es zeigt sich wieder unserer Unfreiheit. Wir sind die Erfüllungsgehilfen eines natürlichen Plans, der statistisch damit leben kann, dass er auch in Ausnahmefällen nicht erfüllt wird.
Die Frage ist nun, ist unsere Situation hoffnungslos?
Ich denke nein.
Es hängt alles davon ab, Ob wir im tiefsten Innern akzeptieren, dass wir fremd gesteuert sind. Natürlich haben wir streckenweise auch die Möglichkeit mit eigenen Entscheidungen auf unser Leben Einfluss zu nehmen und wir sollten damit zufrieden sein.
Sicherlich sind wir in der Lage unser Leben und die Welt um uns herum zu verändern. Ob wir sie aber verbessern, das bleibt bei der sich jetzt abzeichnenden Entwicklung die große Frage.
Wir sind nur so lange frei, wie wir im Einverständnis mit uns selbst leben.
Sonntag, 17. Januar 2010
Gut oder böse
Sehr eng verbunden ist für mich mit der Frage nach Gott, das Problem von "gut" und "böse".
Im Augenblick fallen mir drei Begriffsgruppen ein, die eine gewisse Bekanntschaft miteinander zu haben scheinen.
Gut und böse
Licht und dunkel
Leben und Tod
Bei den Begriffen "gut" und "böse" ist es wie bei Licht und dunkel. Dunkel ist hier zu einem selbständigen Begriff geworden, der eigentlich das nicht vorhanden sein von Licht besetzt, also für 0 Licht steht. Dunkelheit wäre präziser mit der Abwesenheit von Licht beschrieben. Ebenso ist das Böse die Abwesenheit des Guten. Genau so bedeutet der Begriff Tod die Abwesenheit, das nicht vorhanden sein von Leben. Drei mal wurde hier das Nichts mit einem Begriff belegt, der uns vorgaukelt, es handle sich um etwas Konkretes.
Die Religion bedient sich des Begriffes "Tod" so, als wäre er eine konkrete Person. Dadurch wird der Tod noch Furcht einflößender, als er es an sich schon ist. Der Tod greift als Person, den Menschen an und nimmt ihm das Leben. Hier drängt sich die Frage auf, wieso ist der Religion so sehr daran gelegen, dem Menschen Furcht vor dem Tod einzuflößen?
Sicher um mit weiteren irrealen Begriffen arbeiten zu können, als da sind Himmel und Hölle und die damit verbundene Abrechnung zur Zeit des Todes. Eine weitere Furcht-Komponente wird ins Spiel gebracht. Es ist schwer zu verstehen, daß sich die Menschheit über Jahrhunderte dieses Spiel mit der Angst gefallen lassen hat. Um auf der Klaviatur der Angst gut spielen zu können wurden die Begriffe "gut" und "böse" von der Religion oft nach ihren Vorstellungen belegt. Gut und böse sind natürlich Begriffe, die in erster Linie für uns Menschen Relevant sind. Für den Durchschnittsmenschen sind sie verständliche Begriffe,
die das richtige und das falsche Verhalten innerhalb der menschlichen, sozialen Gemeinschaft und der von der Gesellschaft erlassenen Gesetze definieren.
Wobei man bedenken muss, das das oft nur für die eigene Gemeinschaft gilt, in anderen Gemeinschaften kann gut und böse in bestimmten Situation mit umgekehrten Vorzeichen versehen sein. Beispiel: im Islam darf eine Frau bei Todesstrafe nicht mit einem anders Gläubigen schlafen. Es ist also per Definition böse.
In den meisten westlichen Ländern ist eine religiöse Mischehe erlaubt. Aber es ist eigentlich auch nicht gut. Gut und böse belegen also nicht absolute Begriffe.
Ich habe das Gefühl, ich befinde mich in einer Sackgasse. Ich versuche es noch einmal von einer anderen Seite, was also ist gut:
Ein guter Christ zum Beispiel, glaubt an alles was in der Bibel steht.
Ein guter Christ darf nicht töten.
Ein guter Soldat tötet seine Feinde.
Ein guter Islamit tötet die Ungläubigen
Ein guter Mensch riskiert sein Leben, um einen anderen zu retten.
Ein guter Katholik heiratet keinen Protestanten.
Ein guter Mensch hilft den Hilfllosen.
Ein guter Mensch liebt alle Menschen.
Ein gutes Geschäft kann für einen anderen der Untergang sein.
Ein guter Henker tötet den Verurteilten
Ein guter Mensch liebt alle Tiere.
Ein guter Jäger schießt die Sau
Heißt das, hin und wieder muss man schon mal böse sein, um was Gutes zu bewirken?
Oder ist das Böse wirklich nur die Abwesenheit des Guten?
Freitag, 8. Januar 2010
2010
Das neue Jahr
Hast Du das neue Jahr schon mal geseh'n ?
Ich sah sein Röntgenbild im Leib der Zeit
's war wunderschön
Doch muss ich auch sehrwohl gesteh'n
es hat ein wenig wie das Alte ausgeseh'n
.. und frag ich mich,
wie mags dem Alten wohl zumute sein
wo alle sich auf's Neue freun
wo Niemand an die schönen Stunden denkt,
die es gebracht
wo's uns das Herz hat warm gemacht
Doch alle sind geradezu versessen
nur ja die Katastrophen nicht vergessen
So legen wir am Jahresende die Last des Alten
dem Neuen in die Hände
Noch ruht das Neue Jahr im Schoss der Zeit
noch schöpft es Kraft
Ich wünsche mir
daß es das Licht der Welt erblickt
ohn' daß die Last des alten Jahres
ihm die Luft abdrückt
© Fritz Fröhlich
Hast Du das neue Jahr schon mal geseh'n ?
Ich sah sein Röntgenbild im Leib der Zeit
's war wunderschön
Doch muss ich auch sehrwohl gesteh'n
es hat ein wenig wie das Alte ausgeseh'n
.. und frag ich mich,
wie mags dem Alten wohl zumute sein
wo alle sich auf's Neue freun
wo Niemand an die schönen Stunden denkt,
die es gebracht
wo's uns das Herz hat warm gemacht
Doch alle sind geradezu versessen
nur ja die Katastrophen nicht vergessen
So legen wir am Jahresende die Last des Alten
dem Neuen in die Hände
Noch ruht das Neue Jahr im Schoss der Zeit
noch schöpft es Kraft
Ich wünsche mir
daß es das Licht der Welt erblickt
ohn' daß die Last des alten Jahres
ihm die Luft abdrückt
© Fritz Fröhlich
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