Die Krankenkassen klagen ständig, das ihnen die Kosten über den Kopf wachsen. Ich muss daraus schließen, dass die Menschen zu häufig krank werden.
Nun sagt man aber: Lachen ist gesund.
Ich glaube ich bin einer interessanten Sache auf der Spur: Lachen ist gesund, denn es trainiert den Herzmuskel. Und... haben wir denn überhaupt noch etwas zu lachen? Ich kann seit einiger Zeit nur noch über meinen eigenen Unsinn lachen. Zum lachen gehört in erster Linie eine grundsätzliche Bereitschaft dazu, ein unbelastet sein vielleicht mit einer Portion Unwissenheit.
Wir aber wissen zu viel, sind viel zu gut informiert. Wir wissen z.B. daß es mit unserer Erde so radikal abwärts geht, daß uns das Lachen im Halse stecken bleibt.
Die lange Liste der täglichen Katastrophen kann bei uns kein Mitgefühl mehr auslösen, es reicht höchstens zu einem theatralischen Entsetzen. Unsere überstrapazierte Seele hat keinen Platz mehr für echten Schmerz.
Weinen können wir schon längst nicht mehr.
100 Tote, 200, 1000 können wir das überhaupt verkraften? Wenn wir nur versuchen würden das damit verbundene Leid oberflächlich zu verarbeiten, würden wir mit Sicherheit in der Nervenheilanstalt landen.
Betroffenheit äußern wir in einem oberflächlichen "Das ist ja furchtbar".
Wir paddeln täglich risikolos im flachen Gewässer unserer Gefühle dahin.
Inzwischen bin ich jedem ernsthaft böse, der mich spontan zum Lachen bringt, denn vielleicht hat gerade eben irgendwo ein Erdbeben stattgefunden oder ein Bus ist einen Abhang heruntergestürzt, oder ein Flugzeug ist zerschellt, ein Familienvater hat seine Familie umgebracht!?
Wie kann man in einem solchen Augenblick lachen oder Witze machen?
Ich muß mich jetzt entschuldigen. In 3 Minuten kommen die nächsten Nachrichten.
....und wenn dann nichts Schlimmes passiert ist, werde ich im Internet nachlesen was die Bundesregierung im Augenblick so plant, vielleicht kann mich das ein wenig erheitern?
Montag, 12. April 2010
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1 Kommentar:
Sehr humorvoll und doch wahr!
Wieder ein echter Fritz Fröhlich
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