Samstag, 22. Oktober 2007
"Ich glaube, die Geburtsjahrgänge ab 1975 werden sich auf die Rente mit 70 einstellen müssen", sagte JU-Vorsitzender Philipp Mißfelder.
Rente mit 70
Langsam gewinne ich den Eindruck, wir werden von Vabanquespielern, Idioten und herzlosen Christen regiert. Da lese ich heute gerade, die Junge Union fordert die Rente ab 70. Gibt es niemanden der diesen Dummköpfen das Maul stopft. Sie sollten sich doch vorher einmal bei Geriatriekern informieren. Warum fordern Sie nicht Vollbeschäftigung für Heimbewohner, da gibt es doch immer noch Tätigkeiten, die sie ausüben können, Tüten kleben oder ähnliches. Müssen die tatsächlich nutzlos herum sitzen.
Im Ernst, mir fehlen einfach die Worte, mir bleibt die Luft weg, ich stehe sprichwörtlich sprachlos da und höre mir diese Forderungen an. Und dann frage ich mich weiter, gibt es nichts Anderes Für diese Politiker, als sich darum zu kümmern wie man alte Leute schikanieren kann? Wie man ihnen den Lebensabend versauern kann ?
Sind diese jungen Politiker schon so weit verblödet, dass sie nicht einmal auf die Idee kommen, dass sie auch 70 Jahre alt werden könnten?
Warum versuchen Sie nicht einmal darüber nachzudenken, das in diesem Land die Produktivität von Maschinen ständig erhöht wird und menschliche Arbeitskräfte überflüssig macht? Die beispielsweise 100 Leute die dann entlassen werden sind nicht mehr in der Lage etwas für ihr Alter zu tun, wenn sie keine weitere Beschäftigung finden, und das scheint ja wohl nicht so einfach zu sein in Deutschland. Ständig wird schöngeredet von Aufschwung und dergleichen und wieso ist es dann nicht möglich Menschen in Brot und Arbeit zu bringen? Doch wohl nur am Ende weil sie, was keiner offen zugeben will, überflüssig geworden sind. Und das wird immer so weitergehen, immer mehr Arbeiten werden in dieser Welt, in diesem Land, rationalisiert und immer mehr Menschen werden überflüssig sein, wie kann man da so naiv sein zu glauben, dass man diese Menschen wieder in Beschäftigung kriegen kann. Warum kümmert man sich nicht darum die Produktivität, die ständig steigende Produktivität der Maschinen, finanziell auszuschöpfen. So dass am Ende die Maschinen wirklich für die Menschen arbeiten und nicht nur für die Aktionäre? Was niemand erwähnt, die anfangs erwähnten 100 Entlassenen haben mit ihrer Arbeitskraft vorher dafür gesorgt, dass die Firma in der Lage war sich eine Maschine zu kaufen, die ihre Arbeitskraft ersetzt und überflüssig macht. Ganz einfach wird man sagen, wenn man die erwirtschafteten Gewinne der Produktivität der Maschinen an die Gesellschaft abgeben würde, kommen die Aktionäre zu kurz. Die Aktionäre aber arbeiten überhaupt nicht, die warten nur darauf dass ihr Geld Zinsen bringt. Die wollen die wundersame Geldvermehrung, aus Geld Geld machen, das ist aber überhaupt nicht produktiv und schafft keine Arbeitsplätze.
Weiterhin werden die Unternehmer sagen, sie seien dann nicht mehr konkurrenzfähig, heißt es nicht am Ende, ganz verkürzt gesagt, es sind zu viele Menschen da, die zwar früher für sich selbst sorgen konnten, aber die Maschinen, die sie überflüssig gemacht haben, können nicht für die Menschen sorgen.
Ja, jetzt habe auch ich begriffen, dass es eben nicht anders geht, dass man da überhaupt nichts machen kann, als Vorsorge zu treffen und sie alle möglichst spät in Rente zu schicken. Was sie in der Zwischenzeit machen, wenn sie ihren Job losgeworden sind und auf die Rente warten, ja da ist eben Initiative gefragt, da muss man schon mal selber Hand anlegen, man ist ja noch jung und es gibt eine Menge Arbeitsplätze, die die Jungen nicht belegen wollen, Müllabfuhr oder Ähnliches. Das hätte wenigstens noch einen gesellschaftlichen Nutzen, die älteren Menschen würden körperlich früher verbraucht und würden dann vielleicht gar nicht 70 Jahre alt werden. Das wäre doch ein sich selbst regelnder Mechanismus.
Eine Möglichkeit allerdings fällt mir noch ein: Sollen doch die jungen Demokraten die Schrittmacher dieser Regelung seien, wir schauen uns das eine Zeit lang an und wenn die dann zufrieden sind, könnten wir ja mal darüber nachdenken.
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