Dienstag, 13. April 2010

Lachen kann tödlich sein

David und Goliath !

Eines Tages traf eine Maus auf einen Löwen.
„ Hab ich dich endlich“, fauchte sie und richtete sich hoch auf, indem sie sich auf die Hinterbeine stellte.
„ Heute hat dein Stündlein geschlagen. Sprich dein letztes Gebet, in wenigen Sekunden werde ich dich zerfleischen. Mich dürstet nach deinem Blut!“
Für Sekunden war der Löwe über soviel Dreistigkeit sprachlos, dann aber konnte er nicht mehr an sich halten und lachte, lachte, lachte und hat sich schließlich totgelacht.
„ Schade, seufzte die Maus enttäuscht, ein ehrlicher Kampf wäre mir lieber gewesen.

© F.Fröhlich

Montag, 12. April 2010

Lachen

Die Krankenkassen klagen ständig, das ihnen die Kosten über den Kopf wachsen. Ich muss daraus schließen, dass die Menschen zu häufig krank werden.
Nun sagt man aber: Lachen ist gesund.
Ich glaube ich bin einer interessanten Sache auf der Spur: Lachen ist gesund, denn es trainiert den Herzmuskel. Und... haben wir denn überhaupt noch etwas zu lachen? Ich kann seit einiger Zeit nur noch über meinen eigenen Unsinn lachen. Zum lachen gehört in erster Linie eine grundsätzliche Bereitschaft dazu, ein unbelastet sein vielleicht mit einer Portion Unwissenheit.
Wir aber wissen zu viel, sind viel zu gut informiert. Wir wissen z.B. daß es mit unserer Erde so radikal abwärts geht, daß uns das Lachen im Halse stecken bleibt.
Die lange Liste der täglichen Katastrophen kann bei uns kein Mitgefühl mehr auslösen, es reicht höchstens zu einem theatralischen Entsetzen. Unsere überstrapazierte Seele hat keinen Platz mehr für echten Schmerz.
Weinen können wir schon längst nicht mehr.
100 Tote, 200, 1000 können wir das überhaupt verkraften? Wenn wir nur versuchen würden das damit verbundene Leid oberflächlich zu verarbeiten, würden wir mit Sicherheit in der Nervenheilanstalt landen.
Betroffenheit äußern wir in einem oberflächlichen "Das ist ja furchtbar".
Wir paddeln täglich risikolos im flachen Gewässer unserer Gefühle dahin.
Inzwischen bin ich jedem ernsthaft böse, der mich spontan zum Lachen bringt, denn vielleicht hat gerade eben irgendwo ein Erdbeben stattgefunden oder ein Bus ist einen Abhang heruntergestürzt, oder ein Flugzeug ist zerschellt, ein Familienvater hat seine Familie umgebracht!?
Wie kann man in einem solchen Augenblick lachen oder Witze machen?
Ich muß mich jetzt entschuldigen. In 3 Minuten kommen die nächsten Nachrichten.
....und wenn dann nichts Schlimmes passiert ist, werde ich im Internet nachlesen was die Bundesregierung im Augenblick so plant, vielleicht kann mich das ein wenig erheitern?

Sonntag, 4. April 2010

Dürretag

Meine Gedanken bewegen sich, schwerfällig,
wie trunkene Elefanten
durch die ausgedörrte Savanne
meiner Einfallslosigkeit.
Hin und wieder fällt ein starker Regen
er läßt das Gras hochschießen
und bringt selten gesehenes
in großer Vielfalt zum Vorschein.
Das beflügelt meine Gedanken.
Leicht, wie das Samenkorn einer Pusteblume
schweben sie dann, tänzelnd, über das hohe Gras.
Heute aber ist Dürretag

Sonntag, 28. März 2010

Wie frei sind wir wirklich?

Ich meine nicht die Freiheit, die durch das Grundgesetz garantiert wird. Also nicht die uns gesellschaftlich zustehenden Freiheiten wie Redefreiheit, Meinungsfreiheit, freie Wahl des Arbeitsplatzes und der gleichen. Ich meine die Einschränkungen, denen der Mensch von Natur aus unterliegt. Die wir glücklicherweise nicht immer wahrnehmen oder bewusst werden lassen, weil wir machtlos dagegen sind und uns nichts und niemand davor schützen kann. Aber diese Abhängigkeiten sind es, die uns a priori unfrei machen.
Es heißt, der Mensch sei frei geboren?
Stimmt das wirklich? Leider nein!
Wir unterliegen von Anfang an den Zwängen und einer gewissen Willkür unserer Umgebung. Es fängt damit an, dass wir keinen Einfluss haben auf unsere Geburt. Entweder sind wir das gewollte, bewusst geplante Zeugungsergebnis unserer Eltern oder aber gezeugt im Sinnesrausch zweier unreifer Jugendlicher oder Erwachsener, die den Zwängen ihrer körperlichen hormonellen Steuerung erlagen.
Wir haben auch keinen Einfluss auf den Zeitraum unserer Geburt, weder auf die soziale Umgebung noch auf die politische Situation, in die wir hineingeboren werden.
Nach unserer Geburt sind wir abhängig von der liebevollen oder lieblosen Versorgung unserer Eltern. Wir haben keinen Einfluss darauf, ob unsere leibliche Mutter uns pflegt und versorgt oder nicht. Glücklicherweise unterliegt sie, unsere Mutter, dem ihr von der Natur mit gegebenen Pflege und Beschützer Trieb. Dass das alles nicht selbstverständlich ist, erkennen wir dann, wenn Mütter ihr neugeborenes Baby im Stich lassen und innerlich keine Beziehung zu ihm herstellen können.
Im frühen Stadium unseres Lebens zeigt sich unsere Unfreiheit besonders deutlich: Wir können nicht selbstständig essen und trinken, wir können uns nicht vor Kälte schützen, wir können unsere Wunden nicht heilen und würden im Koot ersticken.
Das wird sich unser ganzes Leben lang so fortsetzen; nur das wir dann unsere natürlichen Bedürfnisse selbst befriedigen müssen. Und daraus ergeben sich dann weitere Unfreiheiten. Wir müssen eine Tätigkeit suchen, die es uns ermöglicht, uns selbst mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen.Gerade in unserer Zeit zeigt sich wie viele junge Menschen daran scheitern ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Viele von ihnen geben schon auf, weil sie unbewusst wahrnehmen wie hilflos sie sind, wo immer sie halt suchen finden sie keinen Halt. Sie suchen Halt in der Gesellschaft, finden den aber nur in der Droge.
Mit dem Erwachsen werden zwingt uns die hormonelle Steuerung unseres Körpers dazu uns einen Partner zu suchen. Vielleicht werden sie jetzt protestieren und sagen, dass ausgerechnet die Auswahl und die Suche nach dem Partner ganz und gar ihre Entscheidung sei. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch; aber das Gefühl der Unausgeglichenheit, das Gefühl der unbestimmten Sehnsucht nach der Zuneigung und Liebe eines anderen Menschen ist etwas, auf das wir Menschen nur bedingt Einfluss haben.
Denn alles dient ja lediglich dazu, das zu vollenden was die Natur mit uns vorhat. Wir sollen Zeugen und für Nachwuchs sorgen, damit die Kette des Lebens nicht abstirbt. Es zeigt sich wieder unserer Unfreiheit. Wir sind die Erfüllungsgehilfen eines natürlichen Plans, der statistisch damit leben kann, dass er auch in Ausnahmefällen nicht erfüllt wird.
Die Frage ist nun, ist unsere Situation hoffnungslos?
Ich denke nein.
Es hängt alles davon ab, Ob wir im tiefsten Innern akzeptieren, dass wir fremd gesteuert sind. Natürlich haben wir streckenweise auch die Möglichkeit mit eigenen Entscheidungen auf unser Leben Einfluss zu nehmen und wir sollten damit zufrieden sein.
Sicherlich sind wir in der Lage unser Leben und die Welt um uns herum zu verändern. Ob wir sie aber verbessern, das bleibt bei der sich jetzt abzeichnenden Entwicklung die große Frage.
Wir sind nur so lange frei, wie wir im Einverständnis mit uns selbst leben.

Sonntag, 17. Januar 2010

Gut oder böse



Sehr eng verbunden ist für mich mit der Frage nach Gott, das Problem von "gut" und "böse".
Im Augenblick fallen mir drei Begriffsgruppen ein, die eine gewisse Bekanntschaft miteinander zu haben scheinen.
Gut und böse
Licht und dunkel
Leben und Tod
Bei den Begriffen "gut" und "böse" ist es wie bei Licht und dunkel. Dunkel ist hier zu einem selbständigen Begriff geworden, der eigentlich das nicht vorhanden sein von Licht besetzt, also für 0 Licht steht. Dunkelheit wäre präziser mit der Abwesenheit von Licht beschrieben. Ebenso ist das Böse die Abwesenheit des Guten. Genau so bedeutet der Begriff Tod die Abwesenheit, das nicht vorhanden sein von Leben. Drei mal wurde hier das Nichts mit einem Begriff belegt, der uns vorgaukelt, es handle sich um etwas Konkretes.
Die Religion bedient sich des Begriffes "Tod" so, als wäre er eine konkrete Person. Dadurch wird der Tod noch Furcht einflößender, als er es an sich schon ist. Der Tod greift als Person, den Menschen an und nimmt ihm das Leben. Hier drängt sich die Frage auf, wieso ist der Religion so sehr daran gelegen, dem Menschen Furcht vor dem Tod einzuflößen?
Sicher um mit weiteren irrealen Begriffen arbeiten zu können, als da sind Himmel und Hölle und die damit verbundene Abrechnung zur Zeit des Todes. Eine weitere Furcht-Komponente wird ins Spiel gebracht. Es ist schwer zu verstehen, daß sich die Menschheit über Jahrhunderte dieses Spiel mit der Angst gefallen lassen hat. Um auf der Klaviatur der Angst gut spielen zu können wurden die Begriffe "gut" und "böse" von der Religion oft nach ihren Vorstellungen belegt. Gut und böse sind natürlich Begriffe, die in erster Linie für uns Menschen Relevant sind. Für den Durchschnittsmenschen sind sie verständliche Begriffe,

die das richtige und das falsche Verhalten innerhalb der menschlichen, sozialen Gemeinschaft und der von der Gesellschaft erlassenen Gesetze definieren.

Wobei man bedenken muss, das das oft nur für die eigene Gemeinschaft gilt, in anderen Gemeinschaften kann gut und böse in bestimmten Situation mit umgekehrten Vorzeichen versehen sein. Beispiel: im Islam darf eine Frau bei Todesstrafe nicht mit einem anders Gläubigen schlafen. Es ist also per Definition böse.
In den meisten westlichen Ländern ist eine religiöse Mischehe erlaubt. Aber es ist eigentlich auch nicht gut. Gut und böse belegen also nicht absolute Begriffe.
Ich habe das Gefühl, ich befinde mich in einer Sackgasse. Ich versuche es noch einmal von einer anderen Seite, was also ist gut:
Ein guter Christ zum Beispiel, glaubt an alles was in der Bibel steht.
Ein guter Christ darf nicht töten.
Ein guter Soldat tötet seine Feinde.
Ein guter Islamit tötet die Ungläubigen
Ein guter Mensch riskiert sein Leben, um einen anderen zu retten.
Ein guter Katholik heiratet keinen Protestanten.
Ein guter Mensch hilft den Hilfllosen.
Ein guter Mensch liebt alle Menschen.
Ein gutes Geschäft kann für einen anderen der Untergang sein.
Ein guter Henker tötet den Verurteilten
Ein guter Mensch liebt alle Tiere.
Ein guter Jäger schießt die Sau

Heißt das, hin und wieder muss man schon mal böse sein, um was Gutes zu bewirken?
Oder ist das Böse wirklich nur die Abwesenheit des Guten?

Freitag, 8. Januar 2010

2010

Das neue Jahr


Hast Du das neue Jahr schon mal geseh'n ?
Ich sah sein Röntgenbild im Leib der Zeit
's war wunderschön
Doch muss ich auch sehrwohl gesteh'n
es hat ein wenig wie das Alte ausgeseh'n
.. und frag ich mich,
wie mags dem Alten wohl zumute sein
wo alle sich auf's Neue freun
wo Niemand an die schönen Stunden denkt,
die es gebracht
wo's uns das Herz hat warm gemacht
Doch alle sind geradezu versessen
nur ja die Katastrophen nicht vergessen
So legen wir am Jahresende die Last des Alten
dem Neuen in die Hände
Noch ruht das Neue Jahr im Schoss der Zeit
noch schöpft es Kraft
Ich wünsche mir
daß es das Licht der Welt erblickt
ohn' daß die Last des alten Jahres
ihm die Luft abdrückt

© Fritz Fröhlich

Samstag, 24. Oktober 2009

Der Weihnachtstsunami

Warnung:
Die folgenden Zeilen enthalten gefährliche Wirkstoffe, die empfindsamen Gemütern die Freude am Weihnachtsfest verderben können!

Der Weihnachtstsunami

……..ist von einer großen zerstörerischen Kraft. Er beinhaltet alles was segensreiches Wasser mit sich bringen kann; Wohltuendes und Zerstörerisches. Jährlich überflutet er die halbe Welt. Schon lange bevor das Fest beginnt spürt man den bedrohenden Sog und die ungeheure Kraft, die von ihm ausgeht. Das fängt er an mit den frühzeitig angeboten Weihnachtssüßigkeiten in den Geschäften. Sie haben eine unglaubliche, verführerische Sogwirkung gerade auf die Jungen. Ungeduld geht von ihnen aus, große Erwartungen werden geweckt, Bedürfnisse werden verspürt. Schon lange vor dem Fest müssen Wünsche formuliert und festgelegt werden, bemüht man sich vorbereitet zu sein. Man will gut gewappnet sein wenn die große, emotionale Flutwelle über uns herein bricht. Da nützt es nichts wenn wir uns wehren, wenn wir uns sträuben; hier ist eine emotionale Kraft am Werk die jeden Widerstand zerstört und nur einige erprobte wirkliche Weihnachtshelden hervorbringt, die die Kraft haben sich dem Strom der Weihnachtschöre entgegenzustellen.
Das große Geheimnis des Weihnachtsfestes ist seine Starke gefühlsmäßige Verankerung; der Wunsch nach Feierlichkeit, nach geistlich emotionaler Erhebung, nach Außergewöhnlichem, nach Heraushebung aus dem Alltäglichen. Da verspüren sogar die völlig unmusikalischen den unstillbaren Wunsch der Festlichkeit des Tages in schrägen Dissonanzen ihren Tribut zu zahlen. Da ist die Freude auf irdische Genüsse und erlaubte Maßlosigkeit. Da ist die große Freude daran die Festlichkeit des Tages im dekorativen Glitter widerspiegeln zu lassen. Da wird ein unschuldiger Baum aus seiner natürlichen Umgebung herausgerissen um in einem Wohnzimmer als Dekorationsträger zu vertrocknen. Und da ist der unstillbare Wunsch etwas lang Ersehntes in unschuldig gespielter Überraschung als Geschenk zu bekommen, dass man am Ende wahrscheinlich noch selber bezahlen muss.
Und last not least ist da die Möglichkeit einem geliebten Menschen in selbstloser Geste eine Freude zu machen.
Nur eine Frage: Brauchen wir dazu wirklich Weihnachten? Haleluja.

P.S.: Kaum zu beschreiben ist die maßlose Freude, die ich beim Schreiben dieser Zeilen empfunden habe!