Liebe ist Sonne,
. . wie mit der Hand im warmen Sand
Liebe ist Hoffnung,
stets vorwärts gehen
nie nach hinten sehen
Im Gras liegen
in die Sonne blinzeln
Liebe ist zärtlich wie ein sanfter Wind
der den Grashalm erzittern läßt
Liebe ist,
einer Ameise zusehen
Liebe ist Sehnsucht,
verbrennen vor Glück
Liebe ist, wenn zwei Augenpaare ineinander sehen
und sich schweigend verstehen
Liebe ist Vertrauen,
vergeben mit einem Blick
Liebe ist Zuversicht,
am Horizont das helle Licht
Liebe ist,
in einem fremden Land
die ausgestreckte Hand
Liebe macht blind
und Liebe macht stumm
Liebe ist Ohnmacht
und Aufopferung
Liebe zeugt Haß
doch Liebe hält jung
Liebe gibt Kraft
gibt Mut und Vertrauen
auf die Liebe
kannst Du immer bauen.
© Fritz Fröhlich
Mittwoch, 24. November 2010
Montag, 22. November 2010
Ich liebe dich!
Den Sprachforscher aus einem anderen Universum würde es mit Sicherheit stutzig machen: Etwas so Wichtiges wie die Liebe ist auf dieser Erde mit wenigen Worten überzeugend auszudrücken: Ich liebe
dich! Drei Worte nur und doch unmissverständlich, wie es scheint. Hätten sie sich sonst so lange halten können? Subjekt, Prädikat, Objekt und alles ist ausgedrückt. Nur eine Spezies, die nicht viel Zeit hat,
bedient sich einer so kurzen Formulierung. Ein Abstecher in die Politik verdeutlicht schnell, dass hier eine Besonderheit vorliegt. In der Politik geht es um wichtige Dinge des Allgemeinwohls. Darüber hinaus sind politische Probleme in ihrer Struktur wesentlich einfacher als die Liebe. Und doch, wie viele Worte benötigt ein Politiker, um seine Mitbürger von einfachen Sachverhalten zu überzeugen?! Bei dem viel komplexeren Thema Liebe genügen dagegen drei Worte: Ich liebe dich! Langsam und ausdrucksvoll gesprochen, benötigt man für die drei Worte maximal 2,4 Sekunden. Länger ausgedehnt, können sie leicht lächerlich wirken. Schnell und hastig gesprochen, benötigt man nur 0,45 Sekunden. Liegt hier vielleicht
der Erfolg dieser knappen Formulierung? 0,45 Sekunden – eine ausreichende Zeitspanne, einer hastig vorübereilenden Angebeteten zuzurufen: „Ich liebe dich!“
Ich will allerdings nicht verheimlichen, dass man diesen Satz auch erweitern kann. Die Frage ist, ob er dabei an Ausdruckskraft gewinnt. Ich habe einmal ein wenig in der Literatur geblättert und fand bei Karl Ferdinand Gutzkow in seinem Roman „Ritter vom Geiste“ eine besonders
romantische Form der Erweiterung. Da heißt es: „Ich liebe dich himmlischer Weihegruß reiner Seelen Glockenakkord der Andacht und Harfenton der reinsten Anbetung.“ Donnerwetter, darauf muss man erst einmal kommen, aber das würde wohl heute niemanden mehr vom Hocker reißen. Ein schöner Beweis, dass zu viel des Guten schädlich ist! Da kann man schon eher
verstehen, wenn manch einem die schlichte Feststellung „Ich liebe dich!“ nicht reicht und er deshalb noch ein Wort hinzufügt: „Ich liebe dich sehr!“, selbst wenn das Wort „sehr“ völlig überflüssig ist. Aber es gibt auch Liebende, die große Schwierigkeiten haben, ihre Liebe überhaupt zu formulieren. Auch ihnen reicht es nicht, „Ich liebe dich!“ zu sagen, denn dieser Satz ist ihnen nicht ausdrucksstark genug. Sie dokumentieren das dann mit der Feststellung: „Ich liebe dich unaussprechlich!“,
was natürlich ein Widerspruch in sich ist. Sie lieben, können es nicht aussprechen und tun es doch.
Andere wiederum sind sich der Glaubwürdigkeit ihrer Liebe so sicher, dass sie meinen: „Ach, ich liebe dich doch mehr, als du mich!“ Vielleicht sind sie der Meinung, es sei irgendwie sportlich, den Anderen in der Intensität zu übertrumpfen. Bei Jean Paul im „Titan“ lese ich
die Aussage einer Frau (der Fürstin): „Ich liebe dich, aber anders und ewig!“ Eine solche Aussage kann nur eine Frau machen! Frauen lieben es, sich in einen mystischen Gefühlsnebel einzuhüllen. Es bleibt offen, wie sie liebt, eben nur anders, und sie hat einen
seltsamen Begriff von der Ewigkeit und nimmt es mit dieser nicht so genau. Eine weitere Variante: „Ich liebe dich mit Schmerzen!“ Hier handelt es sich wohl darum, dass eine Liebe nicht erwidert wird und der Liebende sich in Selbstmitleid ergeht. Er oder sie, die sich für wertvoll halten, geliebt zu werden, werden abgelehnt, nicht für gut genug, nicht als geeignet befunden. Das schmerzt! Tragisch sind auch Fälle, wo er oder sie den ersehnten Satz „Ich liebe dich!“ zu hören bekommen, aber immer noch nicht zufrieden sind, weil sie genau wissen wollen, was an ihnen geliebt wird und warum. Ist es der Körper, sind es die Augen, ist es der Blick, ist es die Stimme, ist es die Seele? Und wehe dem, der sich
auf eine solche Detailanalyse einlässt, denn keiner kann voraussehen, welches Liebesargument der Partner wirklich hören will und am Ende akzeptiert!
Bei einer Frau ist es beispielsweise nicht besonders sinnvoll, sich nur auf ihre Schönheit zu konzentrieren, denn sie weiß genau, dass diese nicht ewig besteht. Ihre Seele könnte eine gute Wahl sein, ganz besonders, weil niemand genau sagen kann, was das ist. Will man über
die Glaubhaftigkeit der Liebe etwas äußern, was zuverlässig ankommt, dann ist der Satz „Ich liebe dich wie mein Leben!“ recht überzeugend. Jeder weiß im tiefen Inneren, wie egoistisch man sich selbst liebt, und der Andere kann sich anschaulich ein Bild über die Intensität der Liebe seines Partners machen.
Zu guter Letzt lese ich bei Johann Karl Wezel in seinem Roman „Hermann und Ulrike“ den Satz: „Ich liebe dich, dass ich mich vor mir selber fürchte!“ Das ist mir auf jeden Fall zu viel des Guten. Vor dieser Art Liebe würde ich mich ebenfalls fürchten und, wie man so schön
sagt, ganz schnell die Kurve kratzen! Kehren wir zurück zu unserer Kurzfassung: „Ich liebe dich!“ Eine
grammatikalische Analyse des Satzes gibt uns auch keine Aufklärung darüber, warum dieser so wirkungsvoll ist. Die Satzstellung gibt uns zu verstehen, dass A B liebt. Soweit, so gut, aber was ist Liebe? Ich schlage im Lexikon nach. Bleiben Sie sitzen, ich erledige das für Sie! Bereits ein flüchtiger Blick ins Lexikon lässt mich erkennen, dass vor mir schon viele kluge Leute über dieses Thema nachgedacht haben, und zwar erfolgreich. Denen ist sogar aufgefallen, dass es außer der Liebe zu einer Person anderen Geschlechts auch noch viele andere Deutungen dieses Wortes gibt. Nun, darauf möchte ich mich hier nicht einlassen, ich werde bei der Liebe zum anderen Geschlecht bleiben. Auch möchte ich das Lexikon nicht direkt zitieren, sondern aus dem
Gedächtnis rekapitulieren. Warum ich dies tue?
Die Informationen des Lexikons sind mir zu umfangreich, ich muss das Wesentliche herausfiltern. Ich benutze dazu mein Gedächtnis. Das ist allerdings so schlecht, dass uns mit Sicherheit nur das Unwesentliche
erhalten bleibt. Also: Die Liebe ist eine starke Zuneigung, ein geschlechtsgebundenes, starkes Gefühl des Hingezogenseins. Da steht wirklich „geschlechtsgebunden“, aber nicht, welches Geschlecht an welches Geschlecht gebunden ist. Das spielt demnach keine Rolle. Also noch einmal: Die Liebe ist eine starke Zuneigung, ein geschlechtsgebundenes,
starkes Gefühl des Hingezogenseins. An dieser Definition fällt auf, dass sehr viel Gefühl im Spiel ist: Zuneigung, Hingezogensein alles unscharfe Worte, die die Stärke der Wirkung des Satzes „Ich liebe dich!“ auch nicht verständlicher machen. Sollte der besondere
Effekt darin liegen, dass er so selten gesagt wird?
Besonders intelligente Männer und Frauen oder solche, die dafür gehalten werden wollen, weigern sich, diesen Satz auszusprechen. (Vielleicht haben Sie das selbst schon erlebt.) Sie scheuen sich, in der althergebrachten Art und Weise „Ich liebe dich!“ zu sagen. Stattdessen
bemühen sie sich, in blumiger, poetischer, geistreicher Weise Komplimente zu machen, und müssen dabei feststellen, dass sie ihre Geliebte zwar gut unterhalten, aber nicht überzeugt haben. Hätten sie gesagt:
„Ich liebe dich!“, sie hätten sie überzeugt, wirklich!
Zurück zum Ausgangspunkt unserer Betrachtung, den Worten „Ich liebe dich!“ Ich meine, jetzt steht alles ganz plastisch vor uns: Eine von zwei Personen hat einen wahnsinnigen „Bock“ auf eine andere Person.
Um das verständlich zu machen, sagt sie: „Ich liebe dich!“ „Halt!“, höre ich da jemanden protestieren, jemanden, der meint, dass man heute so nicht miteinander redet. Ist das wirklich so? Hören wir dazu
einmal einen Lifemitschnitt: „Also, Puppe, du bist einfach Zucker, du bist eine Superwucht! Wenn ich dich sehe, geht bei mir die Beleuchtung aus. Wenn du neben mir sitzt, kriege ich einfach den Fuß nicht mehr vom Gas. So, wie auf dich, bin ich noch auf keine abgefahren,
ehrlich!“ Dabei sieht er sie an, dass man wirklich glauben könnte, was er sagt. Aber hat er sie überzeugt?
Hören Sie selbst: „Hör mal, Kleiner, mich interessiert es einen Dreck, ob ich Zucker bin, ob ich eine Wucht bin, was mit deiner verdammten Beleuchtung passiert oder warum du den Fuß nicht vom Gas kriegst.“ Und dann kommen ihr die Tränen in die Augen, sie wird leiser und
sagt: „Ich will nur eines wissen: Liebst du mich? Wenn ja, dann sag es gefälligst!“ Nun muss er Farbe bekennen, und was sagt dieses Raubein?
Es sagt: „Ich liebe dich!“ „Ich liebe dich!“ – eine Zauberformel, ein Eid, ein Bekenntnis, ein Schwur? Ich weiß es nicht, aber was immer es ist, es ist wirkungsvoll und überzeugend, auch heute noch!
Den Sprachforscher aus einem anderen Universum würde es mit Sicherheit stutzig machen: Etwas so Wichtiges wie die Liebe ist auf dieser Erde mit wenigen Worten überzeugend auszudrücken: Ich liebe
dich! Drei Worte nur und doch unmissverständlich, wie es scheint. Hätten sie sich sonst so lange halten können? Subjekt, Prädikat, Objekt und alles ist ausgedrückt. Nur eine Spezies, die nicht viel Zeit hat,
bedient sich einer so kurzen Formulierung. Ein Abstecher in die Politik verdeutlicht schnell, dass hier eine Besonderheit vorliegt. In der Politik geht es um wichtige Dinge des Allgemeinwohls. Darüber hinaus sind politische Probleme in ihrer Struktur wesentlich einfacher als die Liebe. Und doch, wie viele Worte benötigt ein Politiker, um seine Mitbürger von einfachen Sachverhalten zu überzeugen?! Bei dem viel komplexeren Thema Liebe genügen dagegen drei Worte: Ich liebe dich! Langsam und ausdrucksvoll gesprochen, benötigt man für die drei Worte maximal 2,4 Sekunden. Länger ausgedehnt, können sie leicht lächerlich wirken. Schnell und hastig gesprochen, benötigt man nur 0,45 Sekunden. Liegt hier vielleicht
der Erfolg dieser knappen Formulierung? 0,45 Sekunden – eine ausreichende Zeitspanne, einer hastig vorübereilenden Angebeteten zuzurufen: „Ich liebe dich!“
Ich will allerdings nicht verheimlichen, dass man diesen Satz auch erweitern kann. Die Frage ist, ob er dabei an Ausdruckskraft gewinnt. Ich habe einmal ein wenig in der Literatur geblättert und fand bei Karl Ferdinand Gutzkow in seinem Roman „Ritter vom Geiste“ eine besonders
romantische Form der Erweiterung. Da heißt es: „Ich liebe dich himmlischer Weihegruß reiner Seelen Glockenakkord der Andacht und Harfenton der reinsten Anbetung.“ Donnerwetter, darauf muss man erst einmal kommen, aber das würde wohl heute niemanden mehr vom Hocker reißen. Ein schöner Beweis, dass zu viel des Guten schädlich ist! Da kann man schon eher
verstehen, wenn manch einem die schlichte Feststellung „Ich liebe dich!“ nicht reicht und er deshalb noch ein Wort hinzufügt: „Ich liebe dich sehr!“, selbst wenn das Wort „sehr“ völlig überflüssig ist. Aber es gibt auch Liebende, die große Schwierigkeiten haben, ihre Liebe überhaupt zu formulieren. Auch ihnen reicht es nicht, „Ich liebe dich!“ zu sagen, denn dieser Satz ist ihnen nicht ausdrucksstark genug. Sie dokumentieren das dann mit der Feststellung: „Ich liebe dich unaussprechlich!“,
was natürlich ein Widerspruch in sich ist. Sie lieben, können es nicht aussprechen und tun es doch.
Andere wiederum sind sich der Glaubwürdigkeit ihrer Liebe so sicher, dass sie meinen: „Ach, ich liebe dich doch mehr, als du mich!“ Vielleicht sind sie der Meinung, es sei irgendwie sportlich, den Anderen in der Intensität zu übertrumpfen. Bei Jean Paul im „Titan“ lese ich
die Aussage einer Frau (der Fürstin): „Ich liebe dich, aber anders und ewig!“ Eine solche Aussage kann nur eine Frau machen! Frauen lieben es, sich in einen mystischen Gefühlsnebel einzuhüllen. Es bleibt offen, wie sie liebt, eben nur anders, und sie hat einen
seltsamen Begriff von der Ewigkeit und nimmt es mit dieser nicht so genau. Eine weitere Variante: „Ich liebe dich mit Schmerzen!“ Hier handelt es sich wohl darum, dass eine Liebe nicht erwidert wird und der Liebende sich in Selbstmitleid ergeht. Er oder sie, die sich für wertvoll halten, geliebt zu werden, werden abgelehnt, nicht für gut genug, nicht als geeignet befunden. Das schmerzt! Tragisch sind auch Fälle, wo er oder sie den ersehnten Satz „Ich liebe dich!“ zu hören bekommen, aber immer noch nicht zufrieden sind, weil sie genau wissen wollen, was an ihnen geliebt wird und warum. Ist es der Körper, sind es die Augen, ist es der Blick, ist es die Stimme, ist es die Seele? Und wehe dem, der sich
auf eine solche Detailanalyse einlässt, denn keiner kann voraussehen, welches Liebesargument der Partner wirklich hören will und am Ende akzeptiert!
Bei einer Frau ist es beispielsweise nicht besonders sinnvoll, sich nur auf ihre Schönheit zu konzentrieren, denn sie weiß genau, dass diese nicht ewig besteht. Ihre Seele könnte eine gute Wahl sein, ganz besonders, weil niemand genau sagen kann, was das ist. Will man über
die Glaubhaftigkeit der Liebe etwas äußern, was zuverlässig ankommt, dann ist der Satz „Ich liebe dich wie mein Leben!“ recht überzeugend. Jeder weiß im tiefen Inneren, wie egoistisch man sich selbst liebt, und der Andere kann sich anschaulich ein Bild über die Intensität der Liebe seines Partners machen.
Zu guter Letzt lese ich bei Johann Karl Wezel in seinem Roman „Hermann und Ulrike“ den Satz: „Ich liebe dich, dass ich mich vor mir selber fürchte!“ Das ist mir auf jeden Fall zu viel des Guten. Vor dieser Art Liebe würde ich mich ebenfalls fürchten und, wie man so schön
sagt, ganz schnell die Kurve kratzen! Kehren wir zurück zu unserer Kurzfassung: „Ich liebe dich!“ Eine
grammatikalische Analyse des Satzes gibt uns auch keine Aufklärung darüber, warum dieser so wirkungsvoll ist. Die Satzstellung gibt uns zu verstehen, dass A B liebt. Soweit, so gut, aber was ist Liebe? Ich schlage im Lexikon nach. Bleiben Sie sitzen, ich erledige das für Sie! Bereits ein flüchtiger Blick ins Lexikon lässt mich erkennen, dass vor mir schon viele kluge Leute über dieses Thema nachgedacht haben, und zwar erfolgreich. Denen ist sogar aufgefallen, dass es außer der Liebe zu einer Person anderen Geschlechts auch noch viele andere Deutungen dieses Wortes gibt. Nun, darauf möchte ich mich hier nicht einlassen, ich werde bei der Liebe zum anderen Geschlecht bleiben. Auch möchte ich das Lexikon nicht direkt zitieren, sondern aus dem
Gedächtnis rekapitulieren. Warum ich dies tue?
Die Informationen des Lexikons sind mir zu umfangreich, ich muss das Wesentliche herausfiltern. Ich benutze dazu mein Gedächtnis. Das ist allerdings so schlecht, dass uns mit Sicherheit nur das Unwesentliche
erhalten bleibt. Also: Die Liebe ist eine starke Zuneigung, ein geschlechtsgebundenes, starkes Gefühl des Hingezogenseins. Da steht wirklich „geschlechtsgebunden“, aber nicht, welches Geschlecht an welches Geschlecht gebunden ist. Das spielt demnach keine Rolle. Also noch einmal: Die Liebe ist eine starke Zuneigung, ein geschlechtsgebundenes,
starkes Gefühl des Hingezogenseins. An dieser Definition fällt auf, dass sehr viel Gefühl im Spiel ist: Zuneigung, Hingezogensein alles unscharfe Worte, die die Stärke der Wirkung des Satzes „Ich liebe dich!“ auch nicht verständlicher machen. Sollte der besondere
Effekt darin liegen, dass er so selten gesagt wird?
Besonders intelligente Männer und Frauen oder solche, die dafür gehalten werden wollen, weigern sich, diesen Satz auszusprechen. (Vielleicht haben Sie das selbst schon erlebt.) Sie scheuen sich, in der althergebrachten Art und Weise „Ich liebe dich!“ zu sagen. Stattdessen
bemühen sie sich, in blumiger, poetischer, geistreicher Weise Komplimente zu machen, und müssen dabei feststellen, dass sie ihre Geliebte zwar gut unterhalten, aber nicht überzeugt haben. Hätten sie gesagt:
„Ich liebe dich!“, sie hätten sie überzeugt, wirklich!
Zurück zum Ausgangspunkt unserer Betrachtung, den Worten „Ich liebe dich!“ Ich meine, jetzt steht alles ganz plastisch vor uns: Eine von zwei Personen hat einen wahnsinnigen „Bock“ auf eine andere Person.
Um das verständlich zu machen, sagt sie: „Ich liebe dich!“ „Halt!“, höre ich da jemanden protestieren, jemanden, der meint, dass man heute so nicht miteinander redet. Ist das wirklich so? Hören wir dazu
einmal einen Lifemitschnitt: „Also, Puppe, du bist einfach Zucker, du bist eine Superwucht! Wenn ich dich sehe, geht bei mir die Beleuchtung aus. Wenn du neben mir sitzt, kriege ich einfach den Fuß nicht mehr vom Gas. So, wie auf dich, bin ich noch auf keine abgefahren,
ehrlich!“ Dabei sieht er sie an, dass man wirklich glauben könnte, was er sagt. Aber hat er sie überzeugt?
Hören Sie selbst: „Hör mal, Kleiner, mich interessiert es einen Dreck, ob ich Zucker bin, ob ich eine Wucht bin, was mit deiner verdammten Beleuchtung passiert oder warum du den Fuß nicht vom Gas kriegst.“ Und dann kommen ihr die Tränen in die Augen, sie wird leiser und
sagt: „Ich will nur eines wissen: Liebst du mich? Wenn ja, dann sag es gefälligst!“ Nun muss er Farbe bekennen, und was sagt dieses Raubein?
Es sagt: „Ich liebe dich!“ „Ich liebe dich!“ – eine Zauberformel, ein Eid, ein Bekenntnis, ein Schwur? Ich weiß es nicht, aber was immer es ist, es ist wirkungsvoll und überzeugend, auch heute noch!
Sonntag, 14. November 2010
Über das alt werden
Für diejenigen, die fest entschlossen sind alt zu werden oder die Statistik Lügen strafen wollen, einige Hinweise, worauf sie sich eventuell einstellen dürfen. Es ist immer gut zu wissen, was auf einen zukommen kann. Ich sagte kann, es muss nicht. Es gibt ein paar Glückliche unter dem Sternenhimmel, die bis zum Ende unbeschadet davonkommen und mit einem Lächeln in den Sarg steigen.
Ich versuche einmal zusammenzustellen, was das Unangenehmste am Altwerden ist.
Natürlich ist es grundsätzlich die zunehmend nachlassende Leistungsfähigkeit; oder gar die Behinderung Es gibt nur wenige, die das Glück haben bis ins hohe Alter sich ihrer physischen und geistigen Fähigkeiten bedienen zu können.
Nimm es locker, wenn du die 10 km nicht mehr in einem Stück laufen kannst. Es sind so viele Kleinigkeiten die nerven, da ist die Schwerhörigkeit, die mit der Zeit dazu führt, dass man , ohne dass man sich dessen bewusst wird, immer mehr isoliert. Man meidet Gesellschaften, dort reden alle durcheinander, man versteht nicht, was der Partner sagt und bedient sich am Anfang noch verschiedener Tricks, indem man einfach nickt und so tut als hätte man alles verstanden. Man meidet möglichst eine konkrete Antwort, wenn eine Frage gestellt wurde, zuckt mit den Schultern; aber irgendwann muss man ein Bekenntnis ablegen und dann wird es manchmal unangenehm. Man gibt eine falsche Antwort, wenn nicht gar eine unsinnige Antwort und wenn man das mehrere Male gemacht hat, hat man immer mehr das Bedürfnis, sich gar nicht erst in solche Problemsituationen hinein zu begeben.
Sicherlich man kann im Gespräch schon ganz schön weit kommen, wenn man mit einem intelligenten
"aha" antwortet und das einfach so in der Luft stehen lässt. Aber wie gesagt, man trifft damit nicht immer ins Schwarze.
Jetzt wird man natürlich sagen, und sehr häufig hört man das als Ratschlag von jungen Leuten, da gibt es doch diese wunderbaren Hörgeräte, natürlich gibt es sie und man muss zugeben sie sind in vielen Fällen eine gute Hilfe, in vielen Fällen, aber längst nicht in allen. Sie sind immer noch nicht perfekt was zum Beispiel das Telefon-hören betrifft und spätestens, wenn wir uns solche Hörhilfen zulegen, merken wir mit Erstaunen wie gut das System unserer Ohren und unseres Verstehens funktioniert hat.
Mit gesunden Ohren sind wir durchaus in der Lage in einer großen Ansammlung von Menschen, wenn wir uns direkt unserem Partner zuwenden, zu verstehen was er sagt, weil unser Höhrsystem eine starke Richtwirkung entwickelt und in Zusammenarbeit mit unserem Gehirn die störenden Nebengeräusche ausgefiltert werden können. Das aber schaffen die Hörgeräte nicht, ist es sehr laut, so gelingt es ihnen nicht die lauten Geräusche des Umfeldes weg zu filtern (das Klirren von Geschirr). Dazu kommt noch, dass aus meiner Sicht das Prinzip doch ein wenig fragwürdig ist. Erst wird uns erzählt, wir holen uns einen Hörschaden weil wir zu laut hören, dann empfiehlt man uns die Hörgeräte und knallt uns im Innenrohr die Geräusche der Außenwelt und unserer Gesprächspartner mit verstärktem Geräuschpegel auf das Trommelfell.
Trägt man ein solches Gerät den ganzen Tag, oder zwei oder drei Tage, und nimmt es dann heraus, hat man das Gefühl, man ist taub.
Fazit; diese Geräte können nach meiner Meinung eine Hilfe sein in der ersten Übergangszeit beim Nachlassen der Hörempfindlichkeit, sind aber danach mit Vorsicht zu genießen. Ich habe auf diese Hörgeräte am Ende verzichtet und konnte sogar feststellen, dass das Gehirn, was die akustische Erkennung von Sprache betrifft, die Fähigkeit besitzt, bei verringertem Frequenzgang, eine höhere Erkennungsgenauigkeit zu entwickeln.
Die nächste Stufe ist das große Interesse des schwer hörenden, Zweiergesprächen in einem ruhigen Raum zu führen. Aber dieses Bedürfnis ist oft einseitig, denn der Gesprächspartner ist meistens besser drauf und liebt die Gesellschaft und ist eigentlich auch nicht der Mensch für ein Gespräch. Diejenigen, die zum Gespräch bereit sind, sind sehr häufig Plaudertaschen, die einem manchmal ganz schön auf die Nerven gehen. Also meidet man diese Typen und isoliert sich damit noch mehr.
Da ich gerade die Tendenz zur Vereinsamung erwähnt habe, möchte ich an dieser Stelle nicht versäumen, dass man sich beizeiten ein Hobby zulegt, dass gut geeignet ist damit alt zu werden. Es gibt zu viele Hobbys, als dass man grundsätzlich eine Empfehlung, welchem Hobby man sich zuwenden sollte, geben kann. Aber es ist wohl unbestreitbar, dass Hobbys , die man völlig autark betätigen kann, die geeignetsten sind.
Dann kommt das Problem, das meistens parallel zum schlecht Hören verläuft; man sieht nicht mehr so gut wie vorher, das Lesen wird erschwert, aber das lässt sich häufig noch sehr gut mit einer Brille bereinigen. Schließlich, wenn es sich um den grauen Star handelt, kann man eine neue Linse einsetzen lassen, das bringt erhebliche Erfolge.
Jetzt kommen wir zu dem sehr unangenehmen Problem, der nachlassenden Merkfähigkeit. Weil die Merkfähigkeit nachlässt, lässt danach dann auch der Ehrgeiz nach, das Erfahrene oder neu Gelernte zu behalten. Man filtert rigoros aus. Bei allem was man hört und erfährt , filtert man schon fast unbewusst, nach dem System; ist es für mich wichtig oder nicht, die Information immer strenger aus. Alles was unerheblich, ist wird weggelassen. Dann fängt man vielleicht an das Eine oder Andere aufzuschreiben, sammelt es irgendwo auf Zetteln, von denen man danach so viele hat, dass man zu faul ist sie alle durchzublättern um eine bestimmte, verloren gegangene Information zu suchen. Es gibt einige Systematiker die das Thema besser beherrschen und die Sache im Griff haben, aber gerade für die, die sich früher eigentlich nichts aufschreiben mussten und alles behalten konnten, wird die Sache besonders schwer. Sie glauben immer noch unbewusst, dass sie eine wichtige Information behalten. Wenn es darauf ankommt stellen sie fest, dass diese Information in ihrem Gedächtnis nicht mehr greifbar ist. Alles was sie davon behalten haben ist; ich weiß genau das wollte ich mir merken, dass ist dann aber alles. Ganz besonders unangenehm ist es, dass das jugendliche Umfeld in seiner Überheblichkeit, oft wenig Verständnis für die Schwächen hat, die das Alter mit sich bringt und diese Art von Vergesslichkeit, einer aufkommenden Blödigkeit zuschreiben. Kleine alberne, scherzhafte Sticheleien machen die Sache dann auch nicht leichter. Genauso unangenehm ist es aber oft auch, dem älteren Menschen mit einer vorgegebenen, verständnisvollen Betulichkeit, die ein hohes Maß an Senilität und Unmündigkeit unterstellt, entgegenzutreten.
Meistens glaubt man, der ältere Mensch merkt das nicht; er ist häufig viel zu tolerant geworden, als dass er sich dazu äußert. Nur die aggressiveren Typen reagieren auf eine solche Behandlung mit unbeherrschter Kampfeslust.
Ein trauriger Grund für die Vereinsamung älterer Menschen ist die Tatsache, dass die, die die statistische Altersgrenze überleben, erleben, das Menschen ihres Umfeldes, ihre Freunde und Verwandten, mit denen sie fast gleichaltrig aufgewachsen sind, vor ihnen sterben. Viele gute Freunde gehen, was die Vereinsamung verstärkt, ganz besonders dann, wenn Er oder Sie auch noch vorzeitig den Partner verloren haben.
Viele der von mir beschriebenen Altersleiden kann man letzten Endes doch noch als harmlos bezeichnen, wenn man bedenkt, dass uns im Alter weitaus gefährlichere Krankheiten befallen können, Krankheiten die unsere Existenz bedrohen. Nicht zu unterschätzen ist die häufig Männer befallende Neigung zur Depression. Sie fühlen sich nutzlos und sehen keine Perspektive für ihr Alter.
Gerade im Alter ist es besonders wichtig, sich einer regelmäßigen, ärztlichen Kontrolle zu unterwerfen. Auch müssen wir lernen, auf die Signale unseres Körpers zu achten und auch kleinen
"Wehwehchen" Beachtung schenken; sie können die Vorzeichen für eine Katastrophe sein.
Wie man all diese Defizite verkraftet, ist schließlich eine Frage der Persönlichkeit. Die Einen reagieren mit ständigen Klagen und Jammern, dass wollen die jüngeren schon gar nicht hören, die Anderen sind mit dem, was geschieht im Einverständnis mit der jeweiligen Situation und versuchen daraus das Beste zu machen. Und das ist durchaus möglich. Besonders wichtig ist es, dass in einer solchen Situation die paar Kontakte und Verbindungen, die zur Außenwelt bestehen, gepflegt werden. Wenn man die Hände in den Schoß legt und wartet, dass die Anderen auf einen zukommen, dann hat man schon verloren.
Wenn man nun aus dem geschriebenen folgert, das Alter sei nichts weiter als eine Qual, dann irrt man. Es ist durchaus möglich das Altern positiv zu erleben, wenn man die Dinge akzeptiert, wie sie sind.
Wenn wir mit dem Auto in eine unbekannte Umgebung fahren, dann hilft uns eine Landkarte, ein Plan, der uns den richtigen Weg weist. Auf die Art und Weise sind wir gewappnet und wissen im Voraus, was uns erwartet. Und so ist dieser kleine Beitrag zu verstehen, als eine Landkarte auf dem Weg zum Altern.
Ich versuche einmal zusammenzustellen, was das Unangenehmste am Altwerden ist.
Natürlich ist es grundsätzlich die zunehmend nachlassende Leistungsfähigkeit; oder gar die Behinderung Es gibt nur wenige, die das Glück haben bis ins hohe Alter sich ihrer physischen und geistigen Fähigkeiten bedienen zu können.
Nimm es locker, wenn du die 10 km nicht mehr in einem Stück laufen kannst. Es sind so viele Kleinigkeiten die nerven, da ist die Schwerhörigkeit, die mit der Zeit dazu führt, dass man , ohne dass man sich dessen bewusst wird, immer mehr isoliert. Man meidet Gesellschaften, dort reden alle durcheinander, man versteht nicht, was der Partner sagt und bedient sich am Anfang noch verschiedener Tricks, indem man einfach nickt und so tut als hätte man alles verstanden. Man meidet möglichst eine konkrete Antwort, wenn eine Frage gestellt wurde, zuckt mit den Schultern; aber irgendwann muss man ein Bekenntnis ablegen und dann wird es manchmal unangenehm. Man gibt eine falsche Antwort, wenn nicht gar eine unsinnige Antwort und wenn man das mehrere Male gemacht hat, hat man immer mehr das Bedürfnis, sich gar nicht erst in solche Problemsituationen hinein zu begeben.
Sicherlich man kann im Gespräch schon ganz schön weit kommen, wenn man mit einem intelligenten
"aha" antwortet und das einfach so in der Luft stehen lässt. Aber wie gesagt, man trifft damit nicht immer ins Schwarze.
Jetzt wird man natürlich sagen, und sehr häufig hört man das als Ratschlag von jungen Leuten, da gibt es doch diese wunderbaren Hörgeräte, natürlich gibt es sie und man muss zugeben sie sind in vielen Fällen eine gute Hilfe, in vielen Fällen, aber längst nicht in allen. Sie sind immer noch nicht perfekt was zum Beispiel das Telefon-hören betrifft und spätestens, wenn wir uns solche Hörhilfen zulegen, merken wir mit Erstaunen wie gut das System unserer Ohren und unseres Verstehens funktioniert hat.
Mit gesunden Ohren sind wir durchaus in der Lage in einer großen Ansammlung von Menschen, wenn wir uns direkt unserem Partner zuwenden, zu verstehen was er sagt, weil unser Höhrsystem eine starke Richtwirkung entwickelt und in Zusammenarbeit mit unserem Gehirn die störenden Nebengeräusche ausgefiltert werden können. Das aber schaffen die Hörgeräte nicht, ist es sehr laut, so gelingt es ihnen nicht die lauten Geräusche des Umfeldes weg zu filtern (das Klirren von Geschirr). Dazu kommt noch, dass aus meiner Sicht das Prinzip doch ein wenig fragwürdig ist. Erst wird uns erzählt, wir holen uns einen Hörschaden weil wir zu laut hören, dann empfiehlt man uns die Hörgeräte und knallt uns im Innenrohr die Geräusche der Außenwelt und unserer Gesprächspartner mit verstärktem Geräuschpegel auf das Trommelfell.
Trägt man ein solches Gerät den ganzen Tag, oder zwei oder drei Tage, und nimmt es dann heraus, hat man das Gefühl, man ist taub.
Fazit; diese Geräte können nach meiner Meinung eine Hilfe sein in der ersten Übergangszeit beim Nachlassen der Hörempfindlichkeit, sind aber danach mit Vorsicht zu genießen. Ich habe auf diese Hörgeräte am Ende verzichtet und konnte sogar feststellen, dass das Gehirn, was die akustische Erkennung von Sprache betrifft, die Fähigkeit besitzt, bei verringertem Frequenzgang, eine höhere Erkennungsgenauigkeit zu entwickeln.
Die nächste Stufe ist das große Interesse des schwer hörenden, Zweiergesprächen in einem ruhigen Raum zu führen. Aber dieses Bedürfnis ist oft einseitig, denn der Gesprächspartner ist meistens besser drauf und liebt die Gesellschaft und ist eigentlich auch nicht der Mensch für ein Gespräch. Diejenigen, die zum Gespräch bereit sind, sind sehr häufig Plaudertaschen, die einem manchmal ganz schön auf die Nerven gehen. Also meidet man diese Typen und isoliert sich damit noch mehr.
Da ich gerade die Tendenz zur Vereinsamung erwähnt habe, möchte ich an dieser Stelle nicht versäumen, dass man sich beizeiten ein Hobby zulegt, dass gut geeignet ist damit alt zu werden. Es gibt zu viele Hobbys, als dass man grundsätzlich eine Empfehlung, welchem Hobby man sich zuwenden sollte, geben kann. Aber es ist wohl unbestreitbar, dass Hobbys , die man völlig autark betätigen kann, die geeignetsten sind.
Dann kommt das Problem, das meistens parallel zum schlecht Hören verläuft; man sieht nicht mehr so gut wie vorher, das Lesen wird erschwert, aber das lässt sich häufig noch sehr gut mit einer Brille bereinigen. Schließlich, wenn es sich um den grauen Star handelt, kann man eine neue Linse einsetzen lassen, das bringt erhebliche Erfolge.
Jetzt kommen wir zu dem sehr unangenehmen Problem, der nachlassenden Merkfähigkeit. Weil die Merkfähigkeit nachlässt, lässt danach dann auch der Ehrgeiz nach, das Erfahrene oder neu Gelernte zu behalten. Man filtert rigoros aus. Bei allem was man hört und erfährt , filtert man schon fast unbewusst, nach dem System; ist es für mich wichtig oder nicht, die Information immer strenger aus. Alles was unerheblich, ist wird weggelassen. Dann fängt man vielleicht an das Eine oder Andere aufzuschreiben, sammelt es irgendwo auf Zetteln, von denen man danach so viele hat, dass man zu faul ist sie alle durchzublättern um eine bestimmte, verloren gegangene Information zu suchen. Es gibt einige Systematiker die das Thema besser beherrschen und die Sache im Griff haben, aber gerade für die, die sich früher eigentlich nichts aufschreiben mussten und alles behalten konnten, wird die Sache besonders schwer. Sie glauben immer noch unbewusst, dass sie eine wichtige Information behalten. Wenn es darauf ankommt stellen sie fest, dass diese Information in ihrem Gedächtnis nicht mehr greifbar ist. Alles was sie davon behalten haben ist; ich weiß genau das wollte ich mir merken, dass ist dann aber alles. Ganz besonders unangenehm ist es, dass das jugendliche Umfeld in seiner Überheblichkeit, oft wenig Verständnis für die Schwächen hat, die das Alter mit sich bringt und diese Art von Vergesslichkeit, einer aufkommenden Blödigkeit zuschreiben. Kleine alberne, scherzhafte Sticheleien machen die Sache dann auch nicht leichter. Genauso unangenehm ist es aber oft auch, dem älteren Menschen mit einer vorgegebenen, verständnisvollen Betulichkeit, die ein hohes Maß an Senilität und Unmündigkeit unterstellt, entgegenzutreten.
Meistens glaubt man, der ältere Mensch merkt das nicht; er ist häufig viel zu tolerant geworden, als dass er sich dazu äußert. Nur die aggressiveren Typen reagieren auf eine solche Behandlung mit unbeherrschter Kampfeslust.
Ein trauriger Grund für die Vereinsamung älterer Menschen ist die Tatsache, dass die, die die statistische Altersgrenze überleben, erleben, das Menschen ihres Umfeldes, ihre Freunde und Verwandten, mit denen sie fast gleichaltrig aufgewachsen sind, vor ihnen sterben. Viele gute Freunde gehen, was die Vereinsamung verstärkt, ganz besonders dann, wenn Er oder Sie auch noch vorzeitig den Partner verloren haben.
Viele der von mir beschriebenen Altersleiden kann man letzten Endes doch noch als harmlos bezeichnen, wenn man bedenkt, dass uns im Alter weitaus gefährlichere Krankheiten befallen können, Krankheiten die unsere Existenz bedrohen. Nicht zu unterschätzen ist die häufig Männer befallende Neigung zur Depression. Sie fühlen sich nutzlos und sehen keine Perspektive für ihr Alter.
Gerade im Alter ist es besonders wichtig, sich einer regelmäßigen, ärztlichen Kontrolle zu unterwerfen. Auch müssen wir lernen, auf die Signale unseres Körpers zu achten und auch kleinen
"Wehwehchen" Beachtung schenken; sie können die Vorzeichen für eine Katastrophe sein.
Wie man all diese Defizite verkraftet, ist schließlich eine Frage der Persönlichkeit. Die Einen reagieren mit ständigen Klagen und Jammern, dass wollen die jüngeren schon gar nicht hören, die Anderen sind mit dem, was geschieht im Einverständnis mit der jeweiligen Situation und versuchen daraus das Beste zu machen. Und das ist durchaus möglich. Besonders wichtig ist es, dass in einer solchen Situation die paar Kontakte und Verbindungen, die zur Außenwelt bestehen, gepflegt werden. Wenn man die Hände in den Schoß legt und wartet, dass die Anderen auf einen zukommen, dann hat man schon verloren.
Wenn man nun aus dem geschriebenen folgert, das Alter sei nichts weiter als eine Qual, dann irrt man. Es ist durchaus möglich das Altern positiv zu erleben, wenn man die Dinge akzeptiert, wie sie sind.
Wenn wir mit dem Auto in eine unbekannte Umgebung fahren, dann hilft uns eine Landkarte, ein Plan, der uns den richtigen Weg weist. Auf die Art und Weise sind wir gewappnet und wissen im Voraus, was uns erwartet. Und so ist dieser kleine Beitrag zu verstehen, als eine Landkarte auf dem Weg zum Altern.
Donnerstag, 2. September 2010
Das kann ich gut verstehen,
Das kann ich gut verstehen,
Ein Satz, der nur allzu schnell und allzu oft Verständnis und Einfühlsamkeit ausdrücken soll. Aber, tut er das wirklich? Wohl nur in den allerseltensten Fällen ist er, wenigstens im Ansatz, versuchsweise ernst gemeint.
Da sitzt er zum Beispiel am Tisch und liest die Zeitung, seine Frau kommt herein: " Mein Gott mir tun heute alle Knochen weh, ich fühle mich wie durch den Wolf gedreht. " Und er antwortet aus den Tiefen seiner Zeitung heraus: "Das kann ich gut verstehen! Ist das ernst gemeint? Nein. Er heuchelt Anteilnahme und Verständnis eigentlich nur, um Ruhe zu haben. Wie oft klagt seine Frau über ihre Rückenschmerzen und er behauptet dann immer wieder, das könne er gut verstehen. Er selbst hat noch nie Rückenschmerzen gehabt, aber zur Beruhigung seiner Frau schießt er diese Floskel ab und sie ist meistens schon zufrieden, dass er überhaupt hingehört hat.
Und da kommen wir zu des Pudels Kern. Kann er überhaupt verstehen, was es heißt Rückenschmerzen zu haben. Nein, aber warum sagt er das dann, er könne es gut verstehen? Er will in Ruhe gelassen werden. Und so geht es oft im Leben. Wir geraten in innere Verlegenheit, wenn wir Menschen begegnen, die uns ihr Leid klagen über ihr Schicksal, ihre Schmerzen und Beschwerden und ihr Herz ausschütten. Und in unserer Hilflosigkeit reagieren wird dann mit Plattitüden.
Das alte chinesische Sprichwort beinhaltet eine tiefe Wahrheit: Du kannst deinen Mitmenschen erst verstehen, wenn Du einige Meilen in seinen Schuhen gegangen bist. Aber was sollen wir in solchen Fällen überhaupt tun? Wäre es nicht ehrlicher, wenn er sagen würde: "Es tut mir leid ich habe noch nie Rückenschmerzen gehabt und ich kann mir leider nicht vorstellen, wie sich das anfühlt. "
Ich denke, wir zeigen mehr Verständnis, wenn wir solche inhaltslosen Äußerungen unterlassen und da, wo wir in der Lage sind unaufgefordert mit wachen Augen helfen. Wäre es nicht tröstender und liebevoller in meinem Beispiel, wenn er seine Zeitung zusammenfalten würde, aufstehen würde, und seine Frau in den Arm nehmen würde?
Wenn wir ehrlich sind, ist es fast immer unmöglich, die Situation eines anderen Menschen nach zu empfinden und zu verstehen. Wir können vielleicht analoge Verhältnisse zurate ziehen in denen wir dies oder das empfunden oder gefühlt haben oder erlebt haben, aber dennoch waren es dann unsere Gefühle und unsere Erlebnisse und es ist schwer für uns festzustellen, ob wir sie genauso empfunden und gefühlt haben, wie unser Mitmensch. Leider oder glücklicherweise gibt es noch keine Messinstrumente, die mit absoluter Objektivität Schmerz und Leid messen können.
Mein Vorschlag: Wenn wir nicht aus tiefster, Inneren Überzeugung behaupten können: "Das kann ich gut verstehen," sollten wir es unterlassen..... Und das könnte ich dann wirklich gut verstehen!
Ein Satz, der nur allzu schnell und allzu oft Verständnis und Einfühlsamkeit ausdrücken soll. Aber, tut er das wirklich? Wohl nur in den allerseltensten Fällen ist er, wenigstens im Ansatz, versuchsweise ernst gemeint.
Da sitzt er zum Beispiel am Tisch und liest die Zeitung, seine Frau kommt herein: " Mein Gott mir tun heute alle Knochen weh, ich fühle mich wie durch den Wolf gedreht. " Und er antwortet aus den Tiefen seiner Zeitung heraus: "Das kann ich gut verstehen! Ist das ernst gemeint? Nein. Er heuchelt Anteilnahme und Verständnis eigentlich nur, um Ruhe zu haben. Wie oft klagt seine Frau über ihre Rückenschmerzen und er behauptet dann immer wieder, das könne er gut verstehen. Er selbst hat noch nie Rückenschmerzen gehabt, aber zur Beruhigung seiner Frau schießt er diese Floskel ab und sie ist meistens schon zufrieden, dass er überhaupt hingehört hat.
Und da kommen wir zu des Pudels Kern. Kann er überhaupt verstehen, was es heißt Rückenschmerzen zu haben. Nein, aber warum sagt er das dann, er könne es gut verstehen? Er will in Ruhe gelassen werden. Und so geht es oft im Leben. Wir geraten in innere Verlegenheit, wenn wir Menschen begegnen, die uns ihr Leid klagen über ihr Schicksal, ihre Schmerzen und Beschwerden und ihr Herz ausschütten. Und in unserer Hilflosigkeit reagieren wird dann mit Plattitüden.
Das alte chinesische Sprichwort beinhaltet eine tiefe Wahrheit: Du kannst deinen Mitmenschen erst verstehen, wenn Du einige Meilen in seinen Schuhen gegangen bist. Aber was sollen wir in solchen Fällen überhaupt tun? Wäre es nicht ehrlicher, wenn er sagen würde: "Es tut mir leid ich habe noch nie Rückenschmerzen gehabt und ich kann mir leider nicht vorstellen, wie sich das anfühlt. "
Ich denke, wir zeigen mehr Verständnis, wenn wir solche inhaltslosen Äußerungen unterlassen und da, wo wir in der Lage sind unaufgefordert mit wachen Augen helfen. Wäre es nicht tröstender und liebevoller in meinem Beispiel, wenn er seine Zeitung zusammenfalten würde, aufstehen würde, und seine Frau in den Arm nehmen würde?
Wenn wir ehrlich sind, ist es fast immer unmöglich, die Situation eines anderen Menschen nach zu empfinden und zu verstehen. Wir können vielleicht analoge Verhältnisse zurate ziehen in denen wir dies oder das empfunden oder gefühlt haben oder erlebt haben, aber dennoch waren es dann unsere Gefühle und unsere Erlebnisse und es ist schwer für uns festzustellen, ob wir sie genauso empfunden und gefühlt haben, wie unser Mitmensch. Leider oder glücklicherweise gibt es noch keine Messinstrumente, die mit absoluter Objektivität Schmerz und Leid messen können.
Mein Vorschlag: Wenn wir nicht aus tiefster, Inneren Überzeugung behaupten können: "Das kann ich gut verstehen," sollten wir es unterlassen..... Und das könnte ich dann wirklich gut verstehen!
Sonntag, 22. August 2010
Science-Fiction, die Märchen unserer Zeit?
Was hat sich eigentlich wesentliches geändert?
Früher hatten wir unsere Märchen und heute haben wir eine Weiterentwicklung, die Science-Fiction Ideen. In den Märchen geschah ständig ungewöhnliches. Es gab Zauberer, Gute und böse. Es gab Pulver, Rezepte, die außergewöhnliches bewirken.
Viel anders ist es auch nicht in den Science-Fiction.
Der Weltraum, was fasziniert uns eigentlich so sehr daran, wir sind nicht einmal in der Lage die Probleme dieser Erde zu lösen und schon streben wir nach Höherem. Es ist schwierig für dieses Phänomen eine Erklärung zu finden. Grundsätzlich ist der Mensch von Natur aus neugierig und ihn interessiert alles was ungewöhnlich, sehr selten und nicht machbar; aber erstrebenswert ist.
Wir werden von der Natur zu den vielfältigsten Aktionen angeregt. Wir beobachten die Fische und schon haben wir den Wunsch, uns mit entsprechenden Apparaturen und Gerätschaften auszurüsten um auch in ihren Bereich vorzudringen.
Genauso wurden wir von den Vögeln angeregt.
Es hat den Menschen keine Ruhe gelassen eine Möglichkeit zu finden, sich selbst von der Erde zu erheben und genauso ungebunden und frei in der Luft zu schweben wie ein Vogel.
Aber das ist uns immer noch nicht genug, es ist uns immer noch zu eng, wir wollen heraus in die Weite des Universums und die Fahrzeuge und Gerätschaften die wir dazu noch nicht haben, die erfinden wir uns in unserer Fantasie. Auf dem Gebiet sind wir schon sehr weit. In unserer Fantasie, in den Science-Fiction gibt es nichts, was wir nicht erreichen können.
Wir besitzen Raumschiffe, die jeder Situation gewachsen sind, die sogar mit Überlichtgeschwindigkeit in den Weltraum vordringen. Es wird gebeamt, dass es nur so kracht. Wir haben ein Stargate, mit dem wir innerhalb von tausendstel Sekunden in jede beliebige Galaxie vordringen. Da brauchen wir nicht einmal ein Raumschiff.
Jedes Mal, wenn etwas unmöglich und unlösbar zu sein scheint, lassen wir uns eine Lösung einfallen, die auf der einen Seite eine gewisse Wahrscheinlichkeit und Möglichkeit beinhaltet, von deren Realisierung wir in Wirklichkeit aber Lichtjahre entfernt sind. Es ist interessant, dass sogar Wissenschaftler sich diesen ungewöhnlichen Ideen nähern, und sie für prüfenswert halten.
Und hier beginnt die Frage interessant zu werden.
Warum stecken wir so viel Energie in den Versuch, eine brauchbare Lösung für unsere fantastischen Vorstellungen zu finden.
Wir haben es schon geschafft, in den Weltraum vorzudringen; aber dieser erste Schritt zeigt uns auch, wie unglaublich weit wir von einer Lösung entfernt sind, die auch nur annähernd an die Vorstellungen der Fantasie herankommt.
Die Idee des Science-Fiction beruhte ja zunächst auf der Fantasie einiger, in der Wissenschaft als Fantasten abgetaner Schriftsteller, und doch haben sich mittlerweile auch viele Wissenschaftler von diesem Thema anstecken lassen. Einer der frühen wissenschaftlich romantischen Autoren war Jules Verne, um nur einen Namen zu nennen. Er arbeitete mit viel wissenschaftlicher und technischer Intuition. befassen wir uns mit diesen utopischen Ideen aus langer Weile, oder gibt es da irgendetwas tief im innern, das uns antreibt, dass uns keine Ruhe lässt. Und, gibt es vielleicht in einigen Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden rückblickend die Erkenntnis, dass es kein menschlicher Spieltrieb war, sondern eine in uns, uns nicht bewusst werdende Antriebsenergie gibt?
Tun wir etwas, das irgendwann in der Zukunft einmal einen wesentlichen Sinn ergibt, die Menschheit oder das Leben der menschlichen Spezies zu erhalten? Werden wir eines Tages feststellen, dass es gut war, diese ungewöhnlichen Ideen durch zu spielen oder teilweise zu verwirklichen, weil sie der Menschheit eine Möglichkeit gegeben haben, sich aus einer ernsthaften Krise, die das Leben auf dieser Erde bedroht, zu retten und so eine Lösung für den Fortbestand der Spezies Mensch zu finden?
Es erscheint auf den ersten Blick ein wenig verwegen, so weit zu denken.
Es sieht im Moment nicht so aus, dass wir uns eines Tages im Weltraum bewegen können, wie wir das heute mit unseren Autos oder Flugzeugen tun. Noch sehen unsere Bemühungen der Raumfahrt vergleichsweise so aus, als wolle man mit einem Paddelboot den Ozean überqueren.
Das interessante an der Idee der Science-Fiction ist aber, dass sie uns, was die Raumfahrt anbetrifft, eine Zielmarke setzen.
Obwohl wir wissen wie unerreichbar fern diese Zielmarke ist, scheuen wir keine Gefahren und Anstrengungen und streben unerbittlich danach, sie zu erreichen.
Noch scheint eine Lösung nicht in Sicht, aber es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der Technik und Physik, dass sich plötzlich, ganz unerwartet und überraschend, neue Möglichkeiten bieten.
Früher hatten wir unsere Märchen und heute haben wir eine Weiterentwicklung, die Science-Fiction Ideen. In den Märchen geschah ständig ungewöhnliches. Es gab Zauberer, Gute und böse. Es gab Pulver, Rezepte, die außergewöhnliches bewirken.
Viel anders ist es auch nicht in den Science-Fiction.
Der Weltraum, was fasziniert uns eigentlich so sehr daran, wir sind nicht einmal in der Lage die Probleme dieser Erde zu lösen und schon streben wir nach Höherem. Es ist schwierig für dieses Phänomen eine Erklärung zu finden. Grundsätzlich ist der Mensch von Natur aus neugierig und ihn interessiert alles was ungewöhnlich, sehr selten und nicht machbar; aber erstrebenswert ist.
Wir werden von der Natur zu den vielfältigsten Aktionen angeregt. Wir beobachten die Fische und schon haben wir den Wunsch, uns mit entsprechenden Apparaturen und Gerätschaften auszurüsten um auch in ihren Bereich vorzudringen.
Genauso wurden wir von den Vögeln angeregt.
Es hat den Menschen keine Ruhe gelassen eine Möglichkeit zu finden, sich selbst von der Erde zu erheben und genauso ungebunden und frei in der Luft zu schweben wie ein Vogel.
Aber das ist uns immer noch nicht genug, es ist uns immer noch zu eng, wir wollen heraus in die Weite des Universums und die Fahrzeuge und Gerätschaften die wir dazu noch nicht haben, die erfinden wir uns in unserer Fantasie. Auf dem Gebiet sind wir schon sehr weit. In unserer Fantasie, in den Science-Fiction gibt es nichts, was wir nicht erreichen können.
Wir besitzen Raumschiffe, die jeder Situation gewachsen sind, die sogar mit Überlichtgeschwindigkeit in den Weltraum vordringen. Es wird gebeamt, dass es nur so kracht. Wir haben ein Stargate, mit dem wir innerhalb von tausendstel Sekunden in jede beliebige Galaxie vordringen. Da brauchen wir nicht einmal ein Raumschiff.
Jedes Mal, wenn etwas unmöglich und unlösbar zu sein scheint, lassen wir uns eine Lösung einfallen, die auf der einen Seite eine gewisse Wahrscheinlichkeit und Möglichkeit beinhaltet, von deren Realisierung wir in Wirklichkeit aber Lichtjahre entfernt sind. Es ist interessant, dass sogar Wissenschaftler sich diesen ungewöhnlichen Ideen nähern, und sie für prüfenswert halten.
Und hier beginnt die Frage interessant zu werden.
Warum stecken wir so viel Energie in den Versuch, eine brauchbare Lösung für unsere fantastischen Vorstellungen zu finden.
Wir haben es schon geschafft, in den Weltraum vorzudringen; aber dieser erste Schritt zeigt uns auch, wie unglaublich weit wir von einer Lösung entfernt sind, die auch nur annähernd an die Vorstellungen der Fantasie herankommt.
Die Idee des Science-Fiction beruhte ja zunächst auf der Fantasie einiger, in der Wissenschaft als Fantasten abgetaner Schriftsteller, und doch haben sich mittlerweile auch viele Wissenschaftler von diesem Thema anstecken lassen. Einer der frühen wissenschaftlich romantischen Autoren war Jules Verne, um nur einen Namen zu nennen. Er arbeitete mit viel wissenschaftlicher und technischer Intuition. befassen wir uns mit diesen utopischen Ideen aus langer Weile, oder gibt es da irgendetwas tief im innern, das uns antreibt, dass uns keine Ruhe lässt. Und, gibt es vielleicht in einigen Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden rückblickend die Erkenntnis, dass es kein menschlicher Spieltrieb war, sondern eine in uns, uns nicht bewusst werdende Antriebsenergie gibt?
Tun wir etwas, das irgendwann in der Zukunft einmal einen wesentlichen Sinn ergibt, die Menschheit oder das Leben der menschlichen Spezies zu erhalten? Werden wir eines Tages feststellen, dass es gut war, diese ungewöhnlichen Ideen durch zu spielen oder teilweise zu verwirklichen, weil sie der Menschheit eine Möglichkeit gegeben haben, sich aus einer ernsthaften Krise, die das Leben auf dieser Erde bedroht, zu retten und so eine Lösung für den Fortbestand der Spezies Mensch zu finden?
Es erscheint auf den ersten Blick ein wenig verwegen, so weit zu denken.
Es sieht im Moment nicht so aus, dass wir uns eines Tages im Weltraum bewegen können, wie wir das heute mit unseren Autos oder Flugzeugen tun. Noch sehen unsere Bemühungen der Raumfahrt vergleichsweise so aus, als wolle man mit einem Paddelboot den Ozean überqueren.
Das interessante an der Idee der Science-Fiction ist aber, dass sie uns, was die Raumfahrt anbetrifft, eine Zielmarke setzen.
Obwohl wir wissen wie unerreichbar fern diese Zielmarke ist, scheuen wir keine Gefahren und Anstrengungen und streben unerbittlich danach, sie zu erreichen.
Noch scheint eine Lösung nicht in Sicht, aber es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der Technik und Physik, dass sich plötzlich, ganz unerwartet und überraschend, neue Möglichkeiten bieten.
Dienstag, 18. Mai 2010
Die Hoffnung stirbt zuerst
Was ich im Augenblick unerträglich finde, ist das permanente Heraufbeschwören, der eventuell auf uns zukommenden Katastrophen. Fast glaube ich, als wollten sich alle absichern für den Fall, dass die Katastrophe wirklich eintrifft.
Da kann man dann mit gutem Gewissen sagen, wir haben euch gewarnt, es musste so kommen, es war unabwendbar. Ich glaube aber es ist erlaubt zu fragen, ist es wirklich klug ständig Katastrophenszenarien auszubreiten? Das kann doch nicht ohne Wirkung auf die Bevölkerung sein, die sich dadurch zunehmend immer weiter verunsichert fühlt. Raubt man ihr nicht die Kraft, etwas zu verändern? Wenn man ständig so tut, als seien die Dinger unabwendbar, warum soll sich der Einzelne dann noch in seiner Privatsphäre anstrengen?
Dieser Prozess der infektiösen Angstmacherei hilft uns allen nicht. Er macht uns nur unsicher. Oder glaubt man, man könne dadurch eine Haltung wie; nun erst recht, wir lassen uns nicht einschüchtern erreichen?
Was bleibt den Menschen von heute noch? Es wird ihnen indirekt klargemacht, dass sie vom Staat nicht mehr viel zu erwarten haben, weil er mittellos ist! Aber halt mal, der Staat, wer ist das eigentlich? Sind wir nicht der Staat?
Ein Staat mit hohen Bruttosozialprodukt ist nicht in der Lage, seine Bürger, die dieses Produkt erwirtschaftet haben, daran teilhaben zu lassen? Er darf auch für die Zukunft nicht allzu viel erwarten. Am besten gewappnet ist er, wenn er sich ein gnadenloses Altern in Armut vorstellt. Arbeit wird es nur noch für wenige geben. Die Privilegierten. Warum versucht man immer wieder den Menschen einzureden, man sei wirklich in der Lage Arbeitsplätze zu schaffen, wo doch auf der anderen Seite mit immensen Kapitalinvestitionen versucht wird immer mehr zu rationalisieren?
Und dann ständig die Ausrede, es gäbe zu wenig qualifizierte Arbeitskräfte. Man hat aber auch kein Geld, um Jugendliche in die Lage zu versetzen, die Fähigkeiten zu erwerben, die sie brauchen um sich in dieser Gesellschaft durchzusetzen. Und warum entwickelt diese Jugend so wenig Ehrgeiz? Begreift denn niemand die Hoffnungslosigkeit ihrer Situation, was die Zukunft anbetrifft. Glaubt man denn wirklich, dass die Jugendlichen dafür kein Gespür haben?
Auf der anderen Seite will die Politik uns klarmachen, dass sie keinen Einfluss auf die Manipulationen und Spekulationen an den Börsen hat, weil man gleichzeitig das ganze System gefährde? Hat man denn nur noch offene Ohren für die Lobbyisten.
Werden wir von der Politik oder vom Kapitalmarkt regiert? Ist unsere Demokratie nur ein Scheingebilde? Die Politiker reden sich immer damit heraus sie können keine finanzmarktpolitischen Maßnahmen ergreifen, wenn es nicht alle täten. Wann endlich besitzt ein Politiker mal den Mut den Anfang zu machen? Ich bin ganz sicher, das ein gutes Beispiel auch Nachahmer finden wird. Aber der Mut zum guten ist den Politikern schon längst abhanden
gekommen.
Ich kann nur eines sagen: Hilfe, wer rettet die Demokratie.
Da kann man dann mit gutem Gewissen sagen, wir haben euch gewarnt, es musste so kommen, es war unabwendbar. Ich glaube aber es ist erlaubt zu fragen, ist es wirklich klug ständig Katastrophenszenarien auszubreiten? Das kann doch nicht ohne Wirkung auf die Bevölkerung sein, die sich dadurch zunehmend immer weiter verunsichert fühlt. Raubt man ihr nicht die Kraft, etwas zu verändern? Wenn man ständig so tut, als seien die Dinger unabwendbar, warum soll sich der Einzelne dann noch in seiner Privatsphäre anstrengen?
Dieser Prozess der infektiösen Angstmacherei hilft uns allen nicht. Er macht uns nur unsicher. Oder glaubt man, man könne dadurch eine Haltung wie; nun erst recht, wir lassen uns nicht einschüchtern erreichen?
Was bleibt den Menschen von heute noch? Es wird ihnen indirekt klargemacht, dass sie vom Staat nicht mehr viel zu erwarten haben, weil er mittellos ist! Aber halt mal, der Staat, wer ist das eigentlich? Sind wir nicht der Staat?
Ein Staat mit hohen Bruttosozialprodukt ist nicht in der Lage, seine Bürger, die dieses Produkt erwirtschaftet haben, daran teilhaben zu lassen? Er darf auch für die Zukunft nicht allzu viel erwarten. Am besten gewappnet ist er, wenn er sich ein gnadenloses Altern in Armut vorstellt. Arbeit wird es nur noch für wenige geben. Die Privilegierten. Warum versucht man immer wieder den Menschen einzureden, man sei wirklich in der Lage Arbeitsplätze zu schaffen, wo doch auf der anderen Seite mit immensen Kapitalinvestitionen versucht wird immer mehr zu rationalisieren?
Und dann ständig die Ausrede, es gäbe zu wenig qualifizierte Arbeitskräfte. Man hat aber auch kein Geld, um Jugendliche in die Lage zu versetzen, die Fähigkeiten zu erwerben, die sie brauchen um sich in dieser Gesellschaft durchzusetzen. Und warum entwickelt diese Jugend so wenig Ehrgeiz? Begreift denn niemand die Hoffnungslosigkeit ihrer Situation, was die Zukunft anbetrifft. Glaubt man denn wirklich, dass die Jugendlichen dafür kein Gespür haben?
Auf der anderen Seite will die Politik uns klarmachen, dass sie keinen Einfluss auf die Manipulationen und Spekulationen an den Börsen hat, weil man gleichzeitig das ganze System gefährde? Hat man denn nur noch offene Ohren für die Lobbyisten.
Werden wir von der Politik oder vom Kapitalmarkt regiert? Ist unsere Demokratie nur ein Scheingebilde? Die Politiker reden sich immer damit heraus sie können keine finanzmarktpolitischen Maßnahmen ergreifen, wenn es nicht alle täten. Wann endlich besitzt ein Politiker mal den Mut den Anfang zu machen? Ich bin ganz sicher, das ein gutes Beispiel auch Nachahmer finden wird. Aber der Mut zum guten ist den Politikern schon längst abhanden
gekommen.
Ich kann nur eines sagen: Hilfe, wer rettet die Demokratie.
Montag, 26. April 2010
Das Leben ist schön??
Sklaventum
Wie bitter ist das Sklaventum
Man dient stets einem Herrn
Nur Dir, o Eros, dienen wir
als Sklaven allzu gern
Was es auch sei
Das uns in Deinem Dienst bedroht
Wir finden alles halb so schlimm
und trotzen jeder Not
Und doch......
Was für ein Leben wäre das
Befreit von deiner Sklaverei?
Wir könnten wieder Menschen sein
Wir wär'n ein bisschen frei!
Doch ob wir dann zufrieden wär`n ?
Ich glaub` wir beteten dann bald
O, Eros komm und puste mal
In mir ist es so kalt
© Fritz Fröhlich
____________________________________
Eine gute Freundin schickte mir diesen Spruch:
Das Leben ist nicht so, das Leben ist ganz anders. (Tucholsky)
Wenn es also anders ist, ist es dann wenigstens
schön?
Jedenfalls sehr häufig, also manchmal schon, obwohl, so richtig schön? Ich weiß nicht. Irgendwie kommt es drauf an, wie man das sieht. Je mehr ich darüber nachdenke, weiß ich eigentlich nicht so genau, was schön ist an diesem Leben.
Es ist furchtbar, je eingehender ich eine Idee ergründen will, umso mehr zerrinnt sie mir zwischen den Fingern. Das, von dem ich früher geglaubt habe, es sei alles so eindeutig und klar, verliert an Kontur. Ich meine, was ist denn eigentlich schön? Normalerweise verwenden wir diesen Begriff für irgendwelche Gegenstände. Es gibt schöne Bilder, es gibt schöne Möbel, es gibt schöne Vasen und sogar schöne Frauen und natürlich auch Männer. Letzten Endes bestimmt jeder selbst, was schön ist. Also bevor ich mich jetzt hier wieder verzettel; es gibt wirklich Augenblicke, in denen ich geglaubt habe, das Leben ist schön. Aber dieser Begriff "schön" für das Leben ist ja eigentlich ein Sammelbegriff für; ich bin zufrieden, ich bin einverstanden, ich fühle mich wohl, ich empfinde Freude in mir, ich bin mit allem im Einklang.
Aber auch diese Schönheit ist grundsätzlich vergänglich, der Zeit unterworfen. So gibt es nur selten im Leben Zeiten, die permanent schön sind. Und letzten Endes schon gar nicht für jedermann.
Er liebt die Berge, sie liebt das Meer. Er findet die Alpen schön, sie findet alles so erdrückend, so hoch, beklemmend, beengend. Dagegen die unendliche Weite des Meeres, der flache Horizont, der glitzernde Sand in der Sonne, die leichte Brise, die Möwen, die befreiende Weite. Na ja, der Volksmund weiß es schon lange: Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Es soll ja Menschen geben, die haben alles was sie brauchen und sind nicht der Meinung, dass das Leben schön ist. Daneben soll es Leute geben, die nichts haben und die finden, das das Leben schön ist. Sie preisen die Freiheit, die Unabhängigkeit und die Abenteuerlichkeit ihres Lebens.
Während sich mancher Reiche über die Last des Vermögens, die damit verbundenen Verpflichtungen, das Gebunden sein und die ständige Sorge um den Erhalt kümmern muss, hat er nichts zu befürchten außer, das Finanzamt.
Irgendwie drängt sich die Frage auf, wie hätten sie's denn gern? Keine Geldsorgen, keine Neider, ein unauffälliges, ungestörtes Leben in einer schönen Umgebung, möglichst allein? Allein schon, aber bitte mit einem liebenswerten Man oder einer schönen Frau, das sollte dann doch wohl schon sein. Natürlich dann auch ein super harmonisches Leben. Keine Eifersüchteleien, keine Streitereien, nur Honeymoon, nur Sonnenschein und Liebe. Keine Bedrohung, keine Krankheiten, keine Sorgen um die Kinder? Nun ja das ist sicher wohl nicht zu viel verlangt, dass sind alles ganz bescheidene Wünsche. Ja, vielleicht könnte ein schönes Leben so aussehen. Schön wär's!!
Allerdings kann man das Leben auch schön finden, ohne einen Partner.
Sicherlich reden wir uns auch manchmal das Leben schön, als eine Art Schutzfassade. Wir wollen nicht von denen, denen es besser geht bemitleidet werden.
Also, ein dauerhaft schönes Leben ist eine Illusion.
Eines aber wird dieses Leben immer sein:
Ein fantastisches Leben, ein Leben voller Staunen, voller Wunder, voller Rätsel, voller Abenteuer, voller Überraschungen.
Und das allein ist schon schön.
Wie bitter ist das Sklaventum
Man dient stets einem Herrn
Nur Dir, o Eros, dienen wir
als Sklaven allzu gern
Was es auch sei
Das uns in Deinem Dienst bedroht
Wir finden alles halb so schlimm
und trotzen jeder Not
Und doch......
Was für ein Leben wäre das
Befreit von deiner Sklaverei?
Wir könnten wieder Menschen sein
Wir wär'n ein bisschen frei!
Doch ob wir dann zufrieden wär`n ?
Ich glaub` wir beteten dann bald
O, Eros komm und puste mal
In mir ist es so kalt
© Fritz Fröhlich
____________________________________
Eine gute Freundin schickte mir diesen Spruch:
Das Leben ist nicht so, das Leben ist ganz anders. (Tucholsky)
Wenn es also anders ist, ist es dann wenigstens
schön?
Jedenfalls sehr häufig, also manchmal schon, obwohl, so richtig schön? Ich weiß nicht. Irgendwie kommt es drauf an, wie man das sieht. Je mehr ich darüber nachdenke, weiß ich eigentlich nicht so genau, was schön ist an diesem Leben.
Es ist furchtbar, je eingehender ich eine Idee ergründen will, umso mehr zerrinnt sie mir zwischen den Fingern. Das, von dem ich früher geglaubt habe, es sei alles so eindeutig und klar, verliert an Kontur. Ich meine, was ist denn eigentlich schön? Normalerweise verwenden wir diesen Begriff für irgendwelche Gegenstände. Es gibt schöne Bilder, es gibt schöne Möbel, es gibt schöne Vasen und sogar schöne Frauen und natürlich auch Männer. Letzten Endes bestimmt jeder selbst, was schön ist. Also bevor ich mich jetzt hier wieder verzettel; es gibt wirklich Augenblicke, in denen ich geglaubt habe, das Leben ist schön. Aber dieser Begriff "schön" für das Leben ist ja eigentlich ein Sammelbegriff für; ich bin zufrieden, ich bin einverstanden, ich fühle mich wohl, ich empfinde Freude in mir, ich bin mit allem im Einklang.
Aber auch diese Schönheit ist grundsätzlich vergänglich, der Zeit unterworfen. So gibt es nur selten im Leben Zeiten, die permanent schön sind. Und letzten Endes schon gar nicht für jedermann.
Er liebt die Berge, sie liebt das Meer. Er findet die Alpen schön, sie findet alles so erdrückend, so hoch, beklemmend, beengend. Dagegen die unendliche Weite des Meeres, der flache Horizont, der glitzernde Sand in der Sonne, die leichte Brise, die Möwen, die befreiende Weite. Na ja, der Volksmund weiß es schon lange: Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Es soll ja Menschen geben, die haben alles was sie brauchen und sind nicht der Meinung, dass das Leben schön ist. Daneben soll es Leute geben, die nichts haben und die finden, das das Leben schön ist. Sie preisen die Freiheit, die Unabhängigkeit und die Abenteuerlichkeit ihres Lebens.
Während sich mancher Reiche über die Last des Vermögens, die damit verbundenen Verpflichtungen, das Gebunden sein und die ständige Sorge um den Erhalt kümmern muss, hat er nichts zu befürchten außer, das Finanzamt.
Irgendwie drängt sich die Frage auf, wie hätten sie's denn gern? Keine Geldsorgen, keine Neider, ein unauffälliges, ungestörtes Leben in einer schönen Umgebung, möglichst allein? Allein schon, aber bitte mit einem liebenswerten Man oder einer schönen Frau, das sollte dann doch wohl schon sein. Natürlich dann auch ein super harmonisches Leben. Keine Eifersüchteleien, keine Streitereien, nur Honeymoon, nur Sonnenschein und Liebe. Keine Bedrohung, keine Krankheiten, keine Sorgen um die Kinder? Nun ja das ist sicher wohl nicht zu viel verlangt, dass sind alles ganz bescheidene Wünsche. Ja, vielleicht könnte ein schönes Leben so aussehen. Schön wär's!!
Allerdings kann man das Leben auch schön finden, ohne einen Partner.
Sicherlich reden wir uns auch manchmal das Leben schön, als eine Art Schutzfassade. Wir wollen nicht von denen, denen es besser geht bemitleidet werden.
Also, ein dauerhaft schönes Leben ist eine Illusion.
Eines aber wird dieses Leben immer sein:
Ein fantastisches Leben, ein Leben voller Staunen, voller Wunder, voller Rätsel, voller Abenteuer, voller Überraschungen.
Und das allein ist schon schön.
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